118Zeitschrift Gottesdienst
Ausgabe 19/2017

Inhalt

  • Leit­ar­ti­kel: Die Visi­on einer tan­zen­den Kir­che. Die „Christ­li­che Arbeits­ge­mein­schaft Tanz in Lit­ur­gie und Spi­ri­tua­li­tät e.V.“ fei­ert ihr 20-jäh­ri­ges Jubi­lä­um
  • Lob’ den Herrn. Zur Sing­bar­keit der neu­en Psal­men­über­set­zung
  • In Rich­tung Unend­lich­keit. Unter­schied­li­che Gebets­rich­tun­gen im Got­tes­dienst
  • Für­bit­ten­vor­schlä­ge für den 32. und 33. Sonn­tag im Jah­res­kreis (A)
  • Moder­ner und pra­xis­na­her. „Got­tes­dienst“ erscheint in Kür­ze mit erneu­er­tem Kon­zept

 

Editorial 19/2017

 

Lie­be Lese­rin­nen und Leser,

die Kir­chen­ge­mein­den füh­len sich zu alt – dies ist das Ergeb­nis einer Umfra­ge, wel­che auf die Agen­tur des Rau­hen Hau­ses, einer renom­mier­ten Ver­lags­ge­sell­schaft in Ham­burg, zurück­geht. 436 haupt­amt­li­che Mitarbeiter/innen in evan­ge­li­schen und katho­li­schen Gemein­den wur­den hier­für befragt.
Jeder Zwei­te (51 Pro­zent) gab an, dass in die Got­tes­diens­te kaum noch Men­schen unter 60 Jah­ren kom­men. Fami­li­en fän­den nur noch bei beson­de­ren Gele­gen­hei­ten den Weg in die Kir­che, erklär­ten 82 Pro­zent der Befrag­ten. Dass so wenig Jugend­li­che an Got­tes­diens­ten teil­neh­men, läge vor allem an den alten Lie­dern, mein­ten 47 Pro­zent. Ver­an­stal­tun­gen mit „Event-Cha­rak­ter“ könn­ten gegen die­sen Trend hel­fen, sag­ten 47 Pro­zent. 72 Pro­zent set­zen auf neue Got­tes­dienst­for­men, die statt äuße­rer Tra­di­ti­on mehr Wert auf eine emo­tio­na­le Anspra­che legen. Man könn­te nun den­ken, dass sich in Anbe­tracht die­ser Ergeb­nis­se, die nur das ohne­hin Offen­sicht­li­che in Zah­len fas­sen, Ernüch­te­rung ein­stel­len müss­te. Offen­bar ist das nicht so, denn die Befrag­ten in den Kir­chen­ge­mein­den haben ihren Opti­mis­mus noch nicht ver­lo­ren: 48 Pro­zent bezeu­gen ein wach­sen­des (!) Bedürfnis in der Gemein­de nach spi­ri­tu­el­len Inhal­ten, das aller­dings von den Haupt­amt­li­chen erst ein­mal wahr­ge­nom­men und frucht­bar auf­ge­grif­fen wer­den müss­te: sehen – urtei­len – han­deln.
Wie das jedoch bei der ohne­hin hohen Arbeits­be­las­tung von den Geist­li­chen und ande­ren haupt­amt­li­chen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern in die Rea­li­tät umzu­set­zen wäre, steht folg­lich auf einem ganz ande­ren Blatt.

Ihr
Unterschrift Uder

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