32Zeitschrift praxis gottesdienst
Ausgabe 6/2017

Inhalt

  • The­men­schwer­punkt: Der Dienst der Kom­mu­ni­on­hel­fer
  • Außer­or­dent­lich wert­voll: Zur Geschich­te des Kom­mu­ni­on­hel­fer­diens­tes
  • Taber­na­kel
  • Pra­xis­mo­dell: „Der Herr stär­ke Sie für Ihren Dienst…“: Ein­füh­rung neu­er Kommunionhelfer/innen in der Gemein­de­mes­se
  • Kom­mu­ni­on­hel­fer im Ein­zel­fall
  • Das Stun­den­buch
  • Ein­füh­run­gen zu den Schrift­le­sun­gen: Vom Drei­fal­tig­keits­sonn­tag (A) bis zum 14. Sonn­tag im Jah­res­kreis (A)
  • Kom­mu­ni­on­spen­dung durch Lai­en zweit­ran­gig?

 

 

Ich meine

 

Lie­be Lese­rin, lie­ber Leser,

eigent­lich sind die Wor­te Jesu, die er beim letz­ten Mahl mit sei­nen Jün­gern vor sei­ner Kreu­zi­gung wähl­te, ein­deu­tig: „Nehmt und esst; das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch (…): Trinkt alle dar­aus.“
Heut­zu­ta­ge, aus dem Ver­ständ­nis des Wesens der Eucha­ris­tie her­aus, ist es aller­dings sehr bedau­er­lich, dass die­sen Wor­ten nicht mehr voll­stän­dig ent­spro­chen wird. Die Kom­mu­ni­on unter bei­der­lei Gestalt – Brot und Wein – besitzt in einer nor­ma­len Gemein­de­mes­se immer noch Sel­ten­heits­wert. Argu­men­te, war­um man den Emp­fang des Blu­tes Chris­ti nicht anbie­ten möch­te, gibt es vie­le. Meist wer­den Ängs­te vor hygie­ni­schen Män­geln geäu­ßert. Für unse­re Geschwis­ter in den Ost­kir­chen sind sol­che Dis­kus­sio­nen völ­lig unver­ständ­lich. Seit Anbe­ginn der Kir­che gibt es dort die Kom­mu­ni­on nur unter bei­der­lei Gestalt. Bei uns im Wes­ten führ­te dage­gen die Angst, etwas vom Blut Chris­ti zu ver­schüt­ten, schon früh zum Ver­zicht dar­auf, den Kelch der Gemein­de zu rei­chen. Muss dies auf ewig so blei­ben?
Man kann nicht in lit­ur­gi­schen Tex­ten immer wie­der vom gemein­sa­men Essen und Trin­ken in der Eucha­ris­tie spre­chen, ohne es zu tun. Es gäbe sogar eine Mög­lich­keit, auch moder­nen hygie­ni­schen Stan­dards gerecht zu wer­den: Die Kom­mu­ni­on­spen­dung durch Ein­tau­chen der Hos­tie in den Kelch. Es wäre ein wich­ti­ges, aber auch geist­lich loh­nens­wer­tes Unter­fan­gen für Lit­ur­gie­krei­se und -aus­schüs­se, das The­ma der Kom­mu­ni­on unter bei­der­lei Gestalt auf die Tages­ord­nung zu set­zen, meint

Ihr
Unterschrift Uder

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