30Zeitschrift praxis gottesdienst
Ausgabe 7/2017

Inhalt

  • The­men­schwer­punkt: Die Für­bit­ten
  • Helft, indem ihr betet! Eine unvoll­stän­di­ge Ein­füh­rung in die Für­bit­ten
  • Für­bit­ten
  • Vom Umgang mit Vor­la­gen
  • „Wir bit­ten dich, erhö­re uns“: Gesun­ge­ne Gebets­ru­fe im Für­bitt­ge­bet
  • Das Bene­dik­tio­na­le
  • Ein­füh­run­gen zu den Schrift­le­sun­gen: Vom 15. Sonn­tag im Jah­res­kreis (A) bis zum Hoch­fest Mariä Him­mel­fahrt
  • Für­bit­ten wo vor­tra­gen?
  • Die Gebets­an­lie­gen der Für­bit­ten: Eine Check­lis­te

 

 

Ich meine

 

Lie­be Lese­rin, lie­ber Leser,

wuss­ten Sie, dass eines der bekann­tes­ten Wor­te Jesu eine Für­bit­te ist? „Vater, ver­gib ihnen, denn sie wis­sen nicht, was sie tun“ (Lk 23,34), bete­te der Got­tes­sohn am Kreuz, wäh­rend die Anwe­sen­den ihn ver­lach­ten und ver­spot­te­ten. Auch dar­über hin­aus sind Für­bit­ten aus dem Mun­de Jesu bezeugt: etwa für die Sei­nen (Joh 17,11.21), für die Abwehr des Bösen (17,15) oder für die Hei­li­gung der Gemein­de (17,17).
Die Gemein­schaft der Chris­ten soll­te segens­reich in der Welt wir­ken. Es ist daher nicht ver­wun­der­lich, dass das Für­bitt­ge­bet auch das geist­li­che Rück­grat für die Mis­si­ons­ar­beit des Pau­lus bil­de­te. Er sah sich sogar abhän­gig von den Für­bit­ten der von ihm gegrün­de­ten Gemein­den: „Helft aber auch ihr, indem ihr für uns betet, damit vie­le Men­schen in unse­rem Namen Dank sagen für die Gna­de, die uns geschenkt wur­de.“ (2 Kor 1,11) Pau­lus zwei­fel­te nie an der Erhö­rung des für­bit­ten­den Gebets durch Gott. Die Erfül­lung schien ihm so sicher wie die Befrei­ung des Petrus aus dem Gefäng­nis durch das Gebet der Gemein­de (Apg 12,5).
Die­se Sicher­heit fehlt uns heu­te. Ein nüch­ter­ner Blick auf unse­re der­zei­ti­ge Welt­la­ge wirft oft­mals Zwei­fel auf, ob Für­bit­ten wirk­lich hel­fen. Aber was wäre die Alter­na­ti­ve? Nichts tun? Nein, denn solan­ge es Situa­tio­nen gibt, in denen eine Wen­de aus­schließ­lich von Gott kom­men kann, müs­sen wir als Chris­tin­nen und Chris­ten unse­rer Hoff­nung und unse­rer Sehn­sucht nach Ver­än­de­rung Aus­druck ver­lei­hen – und das geht am bes­ten im Für­bitt­ge­bet, meint

Ihr
Unterschrift Uder

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