28Zeitschrift praxis gottesdienst
Ausgabe 8/2017

Inhalt
  • Themenschwerpunkt: Liturgie und Schöpfung
  • Staunen, Lob und Dank: Liturgie und Schöpfung
  • Speisensegnung
  • Speisensegnung auch für zu Hause
  • Lobpreis des Schöpfers: Vorschlag für eine Vesper zum Motiv „Schöpfung“
  • Das Rituale (Romanum)
  • Herr, dich loben die Geschöpfe: Ein Liedimpuls zu GL 466 / KG 572
  • Einführungen zu den Schriftlesungen: Vom 20. bis zum 25. Sonntag im Jahreskreis (A)
  • Haustiere im Gottesdienst(raum)??
  • Immer gleich: Das Ordinarium – Teil 1

 

 

Ich meine

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Liturgie ist immer ein Spiegelbild des Gemeindelebens: Wenn man in einer fremden Kirche am Gottesdienst teilnimmt und dort erlebt, dass die Lesung vom Zelebranten verkündet und die Fürbitten von ihm gesprochen werden, dann darf man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass er auch in anderen pfarrlichen Angelegenheiten – ob gewollt oder ungewollt – ziemlich alleine agieren muss.
Umgekehrt zeugt ein Gottesdienst mit vielen liturgischen Diensten aus allen Altersschichten fast mit Sicherheit von einem lebendigen Gemeindeleben. Hier hat man verstanden, dass die Liturgie die Quelle des kirchlichen Lebens darstellt. Sie ist der Ort, an dem Christen als Christen zusammenkommen, wo sie die befreiende Botschaft des Evangeliums hören, wo sie beten, auch wenn sie es privat kaum mehr tun.
Die Liturgie kann den heutigen Menschen, dessen Leben fast nur noch durch den Wechsel von Arbeit und Freizeit strukturiert ist, prägen – von der Geburt bis zum Tod und in seinem natürlichen Rhythmus von Tag, Woche und Jahr. Die Liturgie kann aber auch Beziehungen schaffen, indem sie den Menschen ein Stück geistliche Heimat gibt. Die Liturgie ist also essentiell für ein gelingendes Gemeindeleben. Daraus kann man nur eine Konsequenz ziehen: Die Sorge um würdig und gut gestaltete Gottesdienste sollte in jeder Gemeinde den größten Stellenwert einnehmen, meint

Ihr
Unterschrift Uder

DEUTSCHES LITURGISCHES INSTITUT
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