26Zeitschrift praxis gottesdienst
Ausgabe 9/2017

Inhalt

  • Themenschwerpunkt: Heiligengedenken
  • Bruder Franz: Liturgische Bausteine zum Gedenktag
  • Brauchtum
  • Heiligengedenktage
  • Das Heiligenjahr: Die Feste und Gedenktage der Heiligen
  • Das Pontifikale
  • Wir, an Babels fremden Ufern: Ein Liedimpuls zu GL 438
  • Einführungen zu den Schriftlesungen: Vom 26. Sonntag im Jahreskreis (A) bis Allerheiligen
  • Haustiere im Gottesdienst(raum)?
  • Kyrie eleison und Gloria: Das Ordinarium – Teil 2

 

 

Ich meine

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

welche Stellung nehmen die Heiligen bei Ihnen im Gottesdienst ein, insbesondere in der sonntäglichen Eucharistiefeier bzw. Wort-Gottes-Feier?
Es war der Wunsch des Zweiten Vatikanischen Konzils, dass „das Herrenjahr den ihm zukommenden Platz vor den Heiligenfesten erhalten (sollte), damit der volle Kreis der Heilsmysterien in gebührender Weise gefeiert wird“ (Liturgiekonstitution, Art. 108). Das bedeutet: Die Feste (F) und Gedenktage (G und g) der Heiligen, auch Apostel- und Evangelistenfeste, werden nur an Werktagen gefeiert. Fallen sie auf einen Sonntag, entfällt die Feier in dem betreffenden Jahr. Wenn das gottesdienstliche Leben einer Gemeinde nur auf die Sonntage beschränkt ist, stellt dies ein Problem dar. Werden auf diese Weise nicht Heiligenfeste und -gedenktage der Vergessenheit preisgegeben? Was ist z. B. mit „neuen“ Heiligen, die uns viel zu sagen hätten, wie Maximilian Kolbe, Edith Stein oder Rupert Mayer?
Es stellt sich die Frage, ob wir die Heiligen in den Sonntagsgottesdienst hineinholen können, ohne den Charakter des Herrentages zu verwässern. Können nicht die Verlautbarungen am Ende der Feier in wenigen, gut vorbereiteten Sätzen darauf hinweisen, wenn ein wichtiger Heiliger in der Woche Gedenktag hat? Vielleicht könnte auch ein Blatt mit der Kurzvita und einem Zitat des Heiligen oder einem passenden Gebet zum Mitnehmen ausgelegt werden – als geistliche Nahrung für die Woche, meint

Ihr
Unterschrift Uder

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