Zeitschrift Gottesdienst

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Mit einem festlichen, teilweise aufsehenerregenden Gottesdienst ist am 1. Sonntag der Quadragesima im Trierer Dom die Fastenaktion von MISEREOR eröffnet worden. Wie in jedem Jahr stellt das bischöfliche Hilfswerk Materialien mit liturgischen Bausteinen bereit, um seinem Anliegen am 5. Sonntag der Fastenzeit auch im Gemeindegottesdienst Gehör zu verschaffen. +

Wiederholt wurde in dieser Zeitschrift auf die aus liturgischer (und oftmals auch ästhetischer) Sicht mangelhafte Gestaltung von Osterkerzen hingewiesen, die man bei Kirchenausstattern fix und fertig bestellen kann. Naturobjekte lassen die ausdrucksstarken Symbole Kreuz und Wachsnägel sowie Alpha und Omega zur Nebensache werden oder verdrängen diese Zeichen gleich ganz. +

Als ich von unserer Liturgie erzählte, kamen wir auf die Idee, das Licht aus unserer Feier zur evangelischen Kirche zu bringen. Dort wird das Licht, das Vertreter des katholischen Gemeinderates in einem Windlicht hinübertragen, stets mit Freude empfangen. So wird es nun schon seit einigen Jahren praktiziert, und diese noch junge Tradition ist zu einem weiteren Zeichen der Verbundenheit zwischen unseren Gemeinden im Laufe des Jahres geworden. +

Ein kurzer, vielleicht etwas zu unscheinbarer Beitrag auf Seite 50 dieser Ausgabe unserer Zeitschrift erinnert uns nachdrücklich daran, die zahlreichen Fürbitt-Vorschläge, die in Publikationen und im Internet zu finden sind, nicht unkritisch zu übernehmen. Denn nicht nur die äußere Form und die sprachliche Formulierung sind oftmals mit Mängeln behaftet. Auch der Inhalt solcher Fürbitten „auf Abruf“ lässt leider häufig zu wünschen übrig. +

Fakt ist: Viele Bischofskonferenzen stoßen sich an der jetzigen Fassung von Liturgiam Authenticam, viele Gläubige sind von den darauf basierenden Übersetzungen irritiert. Eine Revision der Instruktion würde wohl in vielen Bereichen ein Aufatmen nach sich ziehen. +

Es sind Gottesdienste an den Schnittstellen des Lebens, wo das Zusammentreffen von liturgischen Normen und individuellen Wünschen, von Kirche und Welt, besonders starke Reibungen erzeugen kann. Die Feier der Trauung, deren Zahl in den Frühlingsmonaten wieder zunehmen wird, lässt sich ohne Zweifel hier dazuzählen. +

Der Leitartikel in dieser Gd-Ausgabe wirft in Bezug auf die Zukunft unserer gottesdienstlichen Feierkultur eine zentrale Frage auf: Wie kann das „Epiphanische“ in der Liturgie wieder stärker zum Tragen kommen? +

Allein für das Jahr 2015 verzeichnet das deutsche Statistische Bundesamt genau 163 335 Ehescheidungen – eine beachtliche Zahl, die höchstwahrscheinlich nicht wenige Katholikinnen und Katholiken umfasst. Das am 8. April 2016 der Öffentlichkeit vorgestellte Schreiben Amoris Laetitia trägt der Entwicklung insoweit Rechnung, dass es zur kirchlichen Solidarität und pastoralen Begleitung der von Scheidung und Trennung Betroffenen aufruft. +

Der Beitrag zum Fest „Darstellung des Herrn“ am 2. Februar in dieser Ausgabe von Gottesdienst regt dazu an, ebenfalls einen kurzen Seitenblick auf den Gedenktag des Märtyrerheiligen Blasius zu werfen, der einen Tag später gefeiert wird. Auch dort ist ein besonderer Ritus vorgesehen, der sich einer ungebrochen großen Beliebtheit erfreut: der Blasiussegen. +

Das Jahresregister des 50. Jahrgangs der Zeitschrift Gottesdienst. +

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