Appell zur Zukunft denkmalgeschützter Kirchen in Deutschland

Im Auf­trag des Deut­schen Natio­nal­ko­mi­tees für Denk­mal­schutz haben sich staat­li­che, kom­mu­na­le und kirch­li­che Fach­leu­te im März 2025 in Köln auf Emp­feh­lun­gen für den Umgang mit denk­mal­ge­schütz­ten Kir­chen ver­stän­digt. Sie rich­ten sich an alle Betrof­fe­nen und Inter­es­sier­te, ins­be­son­de­re an poli­tisch Ver­ant­wort­li­che in Bund, Län­dern und Kom­mu­nen, an Ent­schei­dungs­tra­gen­de in den Denk­mal­äm­tern und -behör­den der Län­der und Kom­mu­nen, in den (Erz-)Diözesen, Lan­des­kir­chen sowie an Planende.

Heu­te (13. Novem­ber 2025) ver­öf­fent­li­chen die­se Fach­leu­te einen Appell an die genann­ten Akteu­re, ins­be­son­de­re bei Ziel­kon­flik­ten um Nut­zungs­ver­än­de­run­gen und -erwei­te­run­gen in denk­mal­ge­schütz­ten Kir­chen­ge­bäu­den kon­struk­tiv gemein­sa­me Lösun­gen zu fin­den. Das Doku­ment wur­de auf der Jah­res­ta­gung des Deut­schen Natio­nal­ko­mi­tees für Denk­mal­schutz am 3. Novem­ber 2025 in Ber­lin verabschiedet.

Im Appell heißt es: „Kir­chen sind in ihrer Qua­li­tät und Quan­ti­tät wesent­li­cher und prä­gen­der Bestand­teil der euro­päi­schen Kul­tur- und Denk­mal­land­schaft. Die­se ‚Andersräu­me‘ haben auch als iden­ti­täts­stif­ten­de sowie bau- und kunst­his­to­ri­sche Schät­ze eine her­aus­ra­gen­de Bedeu­tung für unse­re Gesamt­ge­sell­schaft.“ In der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land gibt es rund 44.000 katho­li­sche und evan­ge­li­sche Kir­chen und Kapel­len. Davon sind ca. 90 Pro­zent denk­mal­ge­schützt. „Die Bewah­rung die­ser so orts­bild- und land­schafts­prä­gen­den Gebäu­de ist für die gesam­te Gesell­schaft eine gro­ße Her­aus­for­de­rung. Die­se kann nur gemein­sam bewäl­tigt wer­den“, heißt es in dem Appell.

(Pres­se­mit­tei­lung Nr. 186, 13.11.2025, der Deut­schen Bischofskonferenz)

 

Appell zur Zukunft denk­mal­ge­schütz­ter Kir­chen in Deutschland
im Auf­trag des Deut­schen Natio­nal­ko­mi­tees für Denk­mal­schutz (PDF)

 

(Abb.: Ber­lin, Kir­che am Hohen­zol­lern­platz, Foto: S. Angerhausen)

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