Dominik Abel und Martin Berger erhalten den Balthasar-Fischer-Preis 2026

Das Deut­sche Lit­ur­gi­sche Insti­tut in Trier (DLI) ver­leiht in die­sem Jahr zum elf­ten Mal den Bal­tha­sar-Fischer-Preis zur För­de­rung der lit­ur­gie­wis­sen­schaft­li­chen For­schung. Der Preis weiß sich dem Lebens­werk Prof. Dr. Bal­tha­sar Fischers (1912–2001) ver­pflich­tet, des lang­jäh­ri­gen Ordi­na­ri­us für Lit­ur­gie­wis­sen­schaft an der Theo­lo­gi­schen Fakul­tät Trier.
Der Jury lagen für das Aus­wahl­ver­fah­ren zwölf wis­sen­schaft­li­che Arbei­ten aus drei Län­dern vor. Mit­glie­der der Jury waren: Prof. Dr. Ste­fan Bön­tert, Bochum; Prof. Dr. Albert Ger­hards, Bonn; Prof. Dr. Mar­tin Klö­cke­ner, Fri­bourg; PD Dr. Nico­le Stock­hoff, Müns­ter, und Dr. Mari­us Lin­nen­born, Deut­sches Lit­ur­gi­sches Insti­tut, Trier.

Der Bal­tha­sar-Fischer-Preis wird in die­sem Jahr geteilt und zwei Preis­trä­gern zuerkannt:

 

Preis­trä­ger des Jah­res 2026
sind
Dr. Domi­nik Abel, Erfurt/Tübingen,
und
Dr. Mar­tin Ber­ger, Regensburg/Wien

 

Domi­nik Abel erhält die Aus­zeich­nung für sei­ne Stu­die „Jen­seits des Kirch­turm­den­kens. Lit­ur­gie und Kir­chen­ent­wick­lung zwi­schen Tra­di­ti­on, Inkul­tu­ra­ti­on und Gegen­wart“. Die Dis­ser­ta­ti­on wur­de von Prof. Dr. Bene­dikt Kra­ne­mann betreut und an der Katho­lisch-Theo­lo­gi­schen Fakul­tät der Uni­ver­si­tät Erfurt ange­nom­men. Abel wur­de im August 2025 mit sum­ma cum lau­de zum Dok­tor der Theo­lo­gie pro­mo­viert. In sei­ner Arbeit setzt er sich theo­re­tisch und empi­risch mit dem The­ma der Lit­ur­gie vor Ort aus­ein­an­der, die sich der­zeit in einem tief­grei­fen­den Wan­del befin­det: Die Zahl der Got­tes­dienst­teil­neh­men­den geht zurück, Kir­chen wer­den geschlos­sen oder umge­baut und Gemein­den zusam­men­ge­legt. Am Ende der Stu­die ent­wi­ckelt er mit der Kate­go­rie des „Kirch­turm­den­kens 2.0“ das Bild einer Lit­ur­gie­pas­to­ral, die dezen­tral orga­ni­siert ist, sich am Glau­ben der Men­schen aus­rich­tet und par­ti­zi­pa­tiv ist.
Dr. Domi­nik Abel, gebo­ren 1991, stu­dier­te an der Uni­ver­si­tät Erfurt zunächst Staats­wis­sen­schaf­ten Wirt­schaft (B.A.) und anschlie­ßend Theo­lo­gie (Mag. Theol.). Er ist wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter an den Lehr­stüh­len für Kir­chen­recht und für Lit­ur­gie­wis­sen­schaft an der Uni­ver­si­tät Tübingen.

 

Mar­tin Ber­ger wird aus­ge­zeich­net für sei­ne Dis­ser­ta­ti­on „Der Ritus cho­ri maio­ris eccle­siae Ratis­po­nen­sis 1571“, die im Rah­men des DFG-Gra­du­ier­ten­kol­legs „Metro­po­li­tät in der Vor­mo­der­ne“ an der Uni­ver­si­tät Regens­burg unter der Betreu­ung von Prof. Dr. Harald Buch­in­ger ent­stan­den ist. Die Dis­ser­ta­ti­on wur­de im Juni 2024 an der Fakul­tät für Katho­li­sche Theo­lo­gie mit sum­ma cum lau­de angenommen.
Die Dis­ser­ta­ti­on bie­tet eine voll­stän­di­ge Edi­ti­on und einen aus­führ­li­chen Kom­men­tar des Liber ordi­na­ri­us aus dem Jahr 1571. Neben der Tran­skrip­ti­on der Quel­le beleuch­tet Dr. Ber­ger in sei­ner Ana­ly­se die Ent­wick­lung der Kathe­dral­lit­ur­gie vom Spät­mit­tel­al­ter zur Frü­hen Neu­zeit. Beson­ders her­vor­ge­ho­ben wer­den die Ein­flüs­se gesell­schaft­li­cher, poli­ti­scher und kul­tu­rel­ler Umwäl­zun­gen in die­sem Zeit­al­ter der Reform.
Dr. Mar­tin Ber­ger, gebo­ren 1996, stu­dier­te an der Uni­ver­si­tät Regens­burg Theo­lo­gie (Mag. Theol.) und Kul­tur­ge­schicht­li­che Mit­tel­al­ter­stu­di­en (M.A.). Er ist seit März 2025 Uni­ver­si­täts­as­sis­tent (post doc) am Fach­be­reich für Lit­ur­gie­wis­sen­schaft und Sakra­men­ten­theo­lo­gie der Uni­ver­si­tät Wien.

 

Der Bal­tha­sar-Fischer-Preis, der seit 2004 ver­lie­hen wird, ist mit 3.000 Euro dotiert. 

Die Preis­ver­lei­hung wird am 3. Sep­tem­ber 2026 im Rah­men der Tagung der Arbeits­ge­mein­schaft katho­li­scher Lit­ur­gie­wis­sen­schaft­le­rin­nen und Lit­ur­gie­wis­sen­schaft­ler (AKL) in Frankfurt/Sankt Geor­gen stattfinden.

Por­trät­fo­tos der Preisträger: 
Domi­nik Abel (jpg)
Mar­tin Ber­ger (jpg)

 

 

 

 

Das Deut­sche Lit­ur­gi­sche Insti­tut ist eine Arbeits­stel­le und Stu­di­en­stät­te zur För­de­rung des Got­tes­diens­tes der katho­li­schen Kir­che in Deutsch­land und im deut­schen Sprach­ge­biet. Es ver­steht sich als Schnitt­stel­le von wis­sen­schaft­li­cher Theo­lo­gie und lit­ur­gi­scher Pra­xis, von kirch­li­chen Insti­tu­tio­nen und Gemein­den. Im Mit­tel­punkt der wis­sen­schaft­li­chen und pas­to­ra­len Arbeit steht die Sor­ge um For­men des Got­tes­diens­tes, in denen Men­schen von heu­te ihren Glau­ben in der Gemein­schaft der Kir­che aus­drü­cken und fei­ern können. 

ap 

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