
Liturgiewissenschaftler Manfred Probst starb im Alter von 85 Jahren

Im Gedenken an P. Manfred Probst SAC
Am 31. Oktober verstarb in Limburg P. Manfred Probst SAC. Von 1979 bis 2008 war er Ordinarius für Liturgiewissenschaft an der Philosophisch‑Theologischen Hochschule Vallendar (heute: Vinzenz Pallotti University). Sein Promotionsstudium und die Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent bei Emil‑Josef Lengeling in Münster verschafften ihm Einblicke in die Arbeit des Rates zur Ausführung der Liturgiekonstitution. 1978 habilitierte er sich bei Balthasar Fischer in Trier. In vielen Werkbüchern, die er gemeinsam mit Klemens Richter und Heinrich Plock veröffentlichte, begleitete er die Erneuerung des Gottesdienstes in seiner nachkonziliären Gestalt. Als Berater der Liturgiekommission der DBK und der IAG wirkte er an der Ausarbeitung deutschsprachiger Ritualbücher mit, so unter anderem an der zweiten Auflage der Feier der Trauung. Er prägte die Weiterentwicklung der Hochschule in Vallendar maßgeblich. In seinen späteren Jahren widmete er sich Studien zum kirchlichen Exorzismus. Sein besonderes Anliegen war die Seligsprechung des Pallottiners Richard Henkes, die 2019 zur Freude vieler gefeiert werden konnte.
(Andreas Redtenbacher / Jürgen Riegel)
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Herr, gib ihm die ewige Ruhe. Lass ihn leben in deiner Liebe.
Foto: pallottiner.org
Totenbrief Pater Dr. Manfred Probst SAC


