1. Sonntag der Fastenzeit (C):
Fasten-Zeit

10. März 2019

 

Ein­füh­rung

„Fas­ten­zeit“ – die Älte­ren unter uns erin­nern sich noch an eif­ri­gen Got­tes­dienst­be­such auch an Werk­ta­gen, an den Ver­zicht auf Süßig­kei­ten, an klei­ne Über­win­dun­gen im All­tag, an Beich­te und an so man­ches „Opfer“, das man in die­ser Zeit brach­te. Wand­lun­gen im reli­giö­sen Leben und in der Gesell­schaft haben dazu geführt, dass die Zeit der 40 Tage vor Ostern viel von ihrem Pro­fil ver­lo­ren hat.
So leh­ren uns heu­te Gesund­heits­apos­tel und Psy­cho­lo­gen, wie gut dem Men­schen der Ver­zicht tut, wie frei Aus-Zei­ten machen, in denen man ein­mal anders lebt, sich nicht dem täg­li­chen Trott mit sei­nen Feh­lern und Gedan­ken­lo­sig­kei­ten ergibt, wie berei­chernd es ist, wenn man nach­denkt über die ganz wich­ti­gen Fra­gen des Lebens.
Gott neu in den Blick neh­men, von ihm her das Leben beden­ken und da und dort neu ord­nen – das ist es, wozu uns die Kir­che für die kom­men­den Wochen ein­lädt. Sie tut dies seit alters am Ascher­mitt­woch mit einem Wort, das den gan­zen Ernst unse­res Tuns, aber auch alle Frei­heit zum Aus­druck bringt: „Beden­ke, Mensch, du bist Staub, und zum Staub kehrst zu zurück.“

 

Für­bit­ten

Am Beginn der Öster­li­chen Buß­zeit beten wir um Got­tes Segen für alle Bemü­hun­gen um Umkehr, Buße und Ver­söh­nung:

  • Wir beten für alle Frau­en und Män­ner, die beson­de­re Ver­ant­wor­tung dafür tra­gen, dass Got­tes Wort glaub­wür­dig und über­zeu­gend ver­kün­det wird.

Stil­le –
Barm­her­zi­ger Gott und Vater.

  • Für die Mäch­ti­gen in Staat und Gesell­schaft, denen Ein­fluss auf das Wohl und auf die Ach­tung vor der Wür­de aller anver­traut ist.
  • Für die Men­schen, die der Umkehr bedür­fen, weil ihr Herz gefan­gen ist in Ego­is­mus, in Hass oder Ver­ach­tung von ande­ren.
  • Für jene, die sich schwer schul­dig gemacht haben am Leben oder an der leib­li­chen oder see­li­schen Gesund­heit von Mit­men­schen.
  • Für unse­re Gemein­de, die her­aus­ge­for­dert ist, Zeug­nis zu geben von unse­rem Glau­ben.

Barm­her­zi­ger Gott, in dei­nem Sohn hast du uns die Chan­ce gege­ben, immer wie­der einen neu­en Anfang zu machen. Dafür dan­ken wir dir, heu­te und alle Tage unse­res Lebens.

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