16. Sonntag im Jahreskreis (C):
Frei-Zeit

21. Juli 2019

 

Ein­füh­rung

Was ist im Leben wich­ti­ger: die Arbeit oder das Nichts­tun? In unse­rer Gesell­schaft haben Urlaub, Feri­en, Frei­zeit einen sehr hohen Stel­len­wert. Ist das gut oder schlecht?
Die Ant­wort hängt wohl nicht zuletzt davon ab, was in die­ser Frei­zeit geschieht, wel­chem Ziel sie dient. Wirk­lich nur dem Nichts­tun, der Frei­heit von allen Bin­dun­gen und Pflich­ten, die sonst den All­tag bestim­men? Oder dient sie dazu, ein­mal ganz zu sich selbst zu kom­men, Zeit für sich und für ande­re zu haben, Zeit auch für Gott?
Frei-Zeit in die­sem zwei­ten Sinn ist eigent­lich immer schon das, was wir Chris­ten im Sonn­tag suchen und pfle­gen. Frei von dem, was uns all­täg­lich gefan­gen hält rich­ten wir uns aus auf den, der unse­rem Leben Sinn gibt – als ein­zel­ne und in der got­tes­dienst­li­chen Gemein­schaft.
Hier und jetzt fei­ern wir unse­re Frei-Zeit und fin­den uns selbst in unse­rer höchs­ten Wür­de und ihn, der unse­re Mit­te ist. Zu ihm rufen wir: Herr, erbar­me dich (unser).

 

Für­bit­ten

„Nur eines ist not­wen­dig“, sagt Jesus. Doch Vie­les steht im Wege, dass die Men­schen die­ses eine Not­wen­di­ge fin­den. Dar­um beten wir:

  • Für die Män­ner, deren Ent­schei­dun­gen und Wor­te das Bild der Kir­che in der Öffent­lich­keit bestim­men, beten wir um den Geist, den Jesus den Sei­nen ver­hei­ßen hat.

– Stil­le –
Chris­tus, höre uns.

  • Für die Men­schen, die durch Krieg oder Kata­stro­phen so bedroht sind, dass ihr gan­zes Den­ken gefan­gen ist von der Sor­ge ums Über­le­ben.
  • Für alle, die im Urlaub Ent­span­nung und Erho­lung suchen; für alle, die sich von die­sen Tagen auch Klar­heit in einer Bezie­hung und neue Kraft für ihr Leben mit ande­ren erhof­fen.
  • Für die Men­schen, die durch Krank­heit oder durch das Zer­bre­chen einer Bezie­hung nicht mehr wis­sen, wo sie Halt fin­den sol­len.

Du, Gott, stillst unse­re Sehn­sucht, wenn wir auf dich bau­en. Dich prei­sen wir in die­ser Zeit und in Ewig­keit.

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