2. Sonntag der Fastenzeit (C):
Blick nach oben

17. März 2019

 

Ein­füh­rung

Als es noch nicht soviel Wis­sen über den Welt­raum gab wie heu­te, konn­te man noch pro­blem­los vom Him­mel über uns spre­chen und davon, dass das Gute von oben kom­me. Heu­te wis­sen wir, dass die Erde sich dreht, und wir haben etwas von dem tröst­li­chen Bild ver­lo­ren, dass übe uns ein guter Gott die gan­ze Welt und unser klei­nes Leben sieht und lei­tet.
Das ist scha­de, denn der Blick nach oben kann hel­fen, sich vom all­täg­li­chen Klein­kram zu lösen und dadurch eine neue Wei­te und Frei­heit zu fin­den.
Die Zeit der Vor­be­rei­tung auf Ostern könn­te davon geprägt sein, dass wir die Augen erhe­ben, neu Aus­schau hal­ten nach dem, was unser Leben sinn­voll und lebens­wert macht, viel­leicht sogar einen klei­nen Blick auf die Rich­tung jener Herr­lich­keit, von der die Auf­er­ste­hung Chris­ti ein Zei­chen ist.

 

Für­bit­ten

Petrus, Johan­nes und Jako­bus durf­ten einst etwas erah­nen von der Herr­lich­keit des Him­mels. Beten wir um ähn­li­che Erfah­run­gen in die­ser Zeit:

  • Für alle, die in der Kir­che gro­ße Ver­ant­wor­tung tra­gen, deren Kraft und Zeit oft erschöpft wird durch All­tags­ge­schäf­te und Klein­kram.

Stil­le –
Gott, unse­re Zukunft.

  • Für die Mäch­ti­gen in Staat und Gesell­schaft, die bei ihrem Bemü­hen um Gerech­tig­keit und Frie­den dem Druck unter­schied­lichs­ter Grup­pen aus­ge­setzt sind.
  • Für die Men­schen, die durch einen Schick­sals­schlag so getrof­fen sind, dass ihnen alles sinn­los erscheint.
  • Für alle, die für sich kei­ne Zukunft sehen und die sich selbst auf­ge­ge­ben haben.
  • Für alle, die schwer schul­dig gewor­den sind und nicht sehen, wie sie Ver­ge­bung und Ver­söh­nung fin­den sol­len.

Gott, du wohnst in unzu­gäng­li­chem Licht. In dei­nem Sohn begeg­net uns etwas von dei­ner Herr­lich­keit. Für ihn dan­ken wir dir, und wir prei­sen dich, in die­ser Zeit und in Ewig­keit.

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