23. Sonntag im Jahreskreis (C):
Ein fordernder Gott

08. Sep­tem­ber 2019

 

Ein­füh­rung

Wir nei­gen heu­te dazu, in der Kir­che die „mensch­li­che“ Sei­te Got­tes zu beto­nen. Wir sehen Jesus gern als unse­ren Bru­der, der sich um die Klei­nen, die am Rand Ste­hen­den küm­mert.
Weni­ger dem Trend der Zeit ent­spricht es, den gewal­ti­gen Gott zu ver­kün­den, vor dem Men­schen erbe­ben, der Men­schen so sehr trifft, dass ihre Lebens­plä­ne auf einen Schlag über den Hau­fen gewor­fen wer­den.
Aber bei­des gehört zur Wirk­lich­keit: der Gott, der sich selbst ent­äu­ßert bis zur Hin­ga­be für die Men­schen am Kreuz, und der Gott, der von Men­schen das Letz­te for­dert.
Got­tes Wort, das wir ver­kün­den, ist kein harm­lo­ses Gesund­be­ten, und die eucha­ris­ti­sche Spei­se ist Fleisch und Blut eines Gekreu­zig­ten. Vor sei­nem Ange­sicht ste­hen wir jetzt, wenn wir Got­tes­dienst fei­ern.

 

Für­bit­ten

Jesus hat die Men­schen reich beschenkt, aber auch viel von ihnen gefor­dert. So beten wir für alle, die sei­ner Nähe bedür­fen:

  • Für die Men­schen, die den Ruf zur Nach­fol­ge des Herrn als Ordens­leu­te oder als Dia­ko­ne und Pries­ter hören.

Stil­le –
Gott, du Herr unse­res Lebens.

  • Für jene, die sich mit gan­zer Kraft ein­set­zen für eine bes­se­re Welt, in der Frie­den und Gerech­tig­keit herr­schen.
  • Für alle, deren Schick­sal nur Leid und Not zu sein scheint.
  • Für jene Frau­en und Män­ner, die sich ein­mal zu einem unge­teil­ten Leben für Gott ent­schie­den haben, aber damit geschei­tert sind.
  • Für die jun­gen Men­schen, die auf der Suche sind nach einem erfüll­ten Leben.

Gott, du bist grö­ßer, als wir dich den­ken kön­nen, und du führst uns Wege, die wir nicht begrei­fen. Auf dich ver­trau­en wir, heu­te und alle Tage unse­res Lebens.

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