26. Sonntag im Jahreskreis (C):
Gottes Anspruch

29. Sep­tem­ber 2019

 

Ein­füh­rung

„Wenn ich das gewusst hät­te, hät­te ich ganz anders gehan­delt.“ Wer hät­te nicht im Nach­hin­ein schon ein­mal so gesagt, wenn etwas schief gelau­fen war.
Als Aus­re­de für ver­säum­te gute Taten wird die­ser Satz am Ende unse­res Lebens wert­los sein. Täg­lich haben wir Men­schen vor uns, die unse­rer Zuwen­dung, unse­rer Lie­be und unse­rer Hil­fe bedür­fen. An Gele­gen­heit man­gelt es uns nicht, wenn wir die Scha­le unse­res Lebens mit Gutem fül­len wol­len. Täg­lich begeg­net uns Got­tes Anspruch. Nicht mit fins­te­rem Gesicht und erho­be­nem Zei­ge­fin­ger, son­dern ein­la­dend und wer­bend.
Und damit uns das Leben für ihn und mit ihm leich­ter fällt, lässt er uns jetzt schon auch etwas ver­kos­ten von dem Lohn, den er für uns bereit­hält. Hier und jetzt, wenn wir sein Wort - an uns gespro­chen - hören und sei­ne Nähe im Mahl von Brot und Wein erfah­ren dür­fen.

 

Für­bit­ten

Ange­sichts der Nöte und des Lei­des in der Welt wol­len wir beten:

  • Für die Kir­che, der die Ver­kün­di­gung der fro­hen und befrei­en­den Bot­schaft anver­traut ist und die sich schwer tut, sie so zu ver­kün­den, dass sie gehört und ver­stan­den wird.

Stil­le –
Gerech­ter und barm­her­zi­ger Gott.

  • Für die Mäch­ti­gen in Poli­tik und Wirt­schaft, unter deren Augen Unge­rech­tig­keit herrscht, Frie­de zer­stört und Men­schen­wür­de ver­letzt wird.
  • Für die Schwa­chen, die ihre Ansprü­che auf das Not­wen­digs­te nicht durch­set­zen kön­nen, und für alle, die mit ihrer Kraft und Arbeit für sie ein­ste­hen.
  • Für alle, die von schwe­rem Unglück und Leid getrof­fen sind: die schwer Kran­ken und ihre Ange­hö­ri­gen, die von Kata­stro­phen Heim­ge­such­ten, für alle, die über den Tod eines lie­ben Men­schen nicht hin­weg­kom­men.
  • Für unse­re Gemein­de, für die Men­schen, die uns nahe ste­hen und unser Gebet brau­chen.

Mäch­ti­ger Gott, durch dei­nen Sohn lässt du uns wis­sen, dass du das Heil aller willst. Für ihn dan­ken wir dir, und wir prei­sen dich, heu­te und alle Tage unse­res Lebens.

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