3. Sonntag der Fastenzeit (C):
Ruf zur Umkehr

24. März 2019

 

Ein­füh­rung

Umwelt­skan­da­le zei­gen immer wie­der: Es gibt Schuld, die nicht ein­fach ein­zel­nen Per­so­nen zuge­wie­sen wer­den kann.
Wir alle sind durch unse­re Ansprü­che hin­ein­ver­wo­ben in Zusam­men­hän­ge, zu denen auch Ver­ant­wor­tungs­lo­sig­keit und Miss­brauch der Schöp­fung und der Geschöp­fe gehö­ren. Die Angst um die eige­ne Gesund­heit lässt uns schlag­ar­tig Ess­ge­wohn­hei­ten ändern, die wir nie auf­ge­ge­ben hät­ten, nur weil wir wis­sen, wie Tie­re gequält wer­den, um uns mög­lichst bil­li­ges Fleisch zu lie­fern.
Aber wenn wir zum Bei­spiel erfah­ren, dass da Gift im Fut­ter ist, da kön­nen wir plötz­lich, was Chris­ten seit alters in der Zeit vor Ostern tun: näm­lich uns besin­nen auf die Grund­la­gen, auf denen wir ste­hen, auf die Wer­te, die unser Leben bestim­men, auf die Hoff­nung, die unse­rem Tun und Sein Sinn gibt. Anders gesagt: unse­ren Blick bewusst auf den zu rich­ten, der uns hier in die­ser Fei­er immer neu begeg­net.

 

Für­bit­ten

In die­sen Vier­zig Tagen vor Ostern haben wir vor Augen, wie wich­tig Umkehr ist. Dar­um beten wir:

  • Für die Mah­ner unse­rer Zeit, die uner­müd­lich für Gerech­tig­keit und für das Lebens­recht und die Wür­de eines jeden Men­schen ein­tre­ten.

Stil­le –
Gott, Herr des Lebens.

  • Für die Frau­en und Män­ner, die den Glau­ben an Chris­tus ver­kün­den und durch ihr Leben bezeu­gen: in der Öffent­lich­keit, in den Schu­len und an den Uni­ver­si­tä­ten, in den Fami­li­en.
  • Für die Men­schen, die der Umkehr beson­ders bedür­fen, weil sie schwe­re Schuld auf sich gela­den haben.
  • Für alle, die tief ver­letzt sind und nicht sehen, wo sie Zuflucht und Halt fin­den.
  • Für alle, um deren Ängs­te und Sor­gen wir wis­sen.

Gott, unser Vater. Dein Sohn lehrt uns, dass zum Heil fin­det, wer sich bekehrt. Für ihn dan­ken wir dir und prei­sen dich in die­ser Zeit und in Ewig­keit.

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