31. Sonntag im Jahreskreis (C):
Worauf warten?

3. Novem­ber 2019

 

Ein­füh­rung

In die­sen Tagen um Aller­hei­li­gen und Aller­see­len her­um gel­ten unse­re Gedan­ken mehr als sonst unse­ren Ver­stor­be­nen. Zugleich stellt sich uns die Fra­ge nach dem, was aus uns selbst einst wer­den wird.
Es ist dies die Fra­ge, wonach wir Aus­schau hal­ten, auf was wir war­ten, was wir mehr begeh­ren als alles Ande­re. Geld und Gut, Anse­hen, Ein­fluss, ja sogar Macht über ande­re – ist es das, wonach wir stre­ben?
Sicher ist es das auch, weil es anders kaum geht im Leben, aber ist das alles? Oder lebt in uns noch eine ande­re Hoff­nung oder wenigs­tens ein Fun­ke davon, dass da noch mehr sein muss als die klei­ne­ren und grö­ße­ren Freu­den unse­res klei­nen Lebens?
Die Tat­sa­che, dass wir uns hier Sonn­tag für Sonn­tag ver­sam­meln, weist dar­auf hin, dass wir tat­säch­lich noch etwas ande­res – einen ande­ren – erwar­ten: Jesus, mit des­sen Kom­men uns Heil geschenkt wird.

 

Für­bit­ten

„Der Men­schen­sohn ist gekom­men, zu suchen und zu ret­ten, was ver­lo­ren ist.“ Im Ver­trau­en auf die­ses Wort Jesu beten wir:

  • Für die Kir­che, deren Glie­der wir alle sind und deren Auf­ga­be es ist, heu­te die ver­lo­re­nen Men­schen zu suchen und zu ret­ten: um die Auf­merk­sam­keit und Groß­mut.

– Stil­le –
Jesus, du Hei­land und Erlö­ser.

  • Für Men­schen, die in ihrem Leben viel erreicht haben, die aber spü­ren, dass ihnen das Ent­schei­den­de fehlt: um eine Begeg­nung, die sie den Glau­ben an Gott fin­den lässt.
  • Für Men­schen, die schul­dig gewor­den sind an ande­ren: um die Gna­de der Ein­sicht, der Reue und der Umkehr.
  • Für Men­schen, die ihren Arbeits­platz, ihre Fami­lie, ihr Heim ver­lo­ren haben und in Gefahr sind, sich selbst auf­zu­ge­ben: um die Hoff­nung und Zuver­sicht, dass es auch für sie noch eine Zukunft gibt.
  • Für unse­re Ver­stor­be­nen: um die Erfül­lung all ihrer Sehn­sucht in der ewi­gen Hei­mat.

Barm­her­zi­ger Gott, im Ver­trau­en auf dei­nen Sohn schöp­fen wir immer wie­der Hoff­nung. Für ihn dan­ken wir dir und wir prei­sen dich, heu­te und alle Tage und in Ewig­keit.

DEUTSCHES LITURGISCHES INSTITUT
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