4. Sonntag der Fastenzeit (C):
Barmherzigkeit erfahren

31. März 2019

 

Ein­füh­rung

Wor­te wie Sün­de und Schuld kom­men in unse­rer All­tags­spra­che kaum vor. Die Wirk­lich­keit, die mit die­sen Wor­ten bezeich­net wird, gibt es zwar heu­te nicht weni­ger als zu ande­ren Zei­ten aber wer gibt schon ger­ne zu, dass er nicht gut war, dass er der Ver­zei­hung bedarf? Wer sein Ver­sa­gen ein­ge­steht, macht sich abhän­gig von dem, dem er etwas schul­dig geblie­ben ist. Wie wird die­ser reagie­ren? Mit Stra­fe, mit dem Ent­zug des Wohl­wol­lens?
Uns Chris­ten ist es geschenkt, dass wir vor Gott unse­re Schuld beken­nen kön­nen in der Sicher­heit, dass er uns ver­gibt. Gott war­tet auf den, der in die Irre gegan­gen ist, um ihn mit offe­nen Armen wie­der auf­zu­neh­men.
Geben wir uns dar­um jetzt, in der Zeit der Vor­be­rei­tung auf Ostern, ehr­lich Rechen­schaft über unser Leben, wen­den wir uns Gott von neu­em zu, damit wir sei­ne väter­li­che Barm­her­zig­keit erfah­ren dür­fen.

 

Für­bit­ten

Sün­de, Schuld und ihre Fol­gen bedrü­cken uns, und wir kön­nen uns nicht selbst befrei­en. So bit­ten wir Gott, unse­ren barm­her­zi­gen Vater:

  • Für die Kir­che, die ein Zufluchts­ort ist für Men­schen, die schul­dig gewor­den sind: für die Pre­di­ger und die Beicht­vä­ter und für alle, die sich um das Heil ihrer Mit­men­schen bemü­hen.

Stil­le –
Gott, unser Vater.

  • Für die Völ­ker, die gegen­ein­an­der Krieg füh­ren, für die Poli­ti­ker und für alle, die auf die öffent­li­che Mei­nung Ein­fluss haben.
  • Für die Men­schen, die unter Schuld lei­den, für alle, die sich am unge­bo­re­nen Leben ver­gan­gen haben, für die Men­schen, die im Alko­hol Trost suchen.
  • Für die Opfer von Gewalt und Unter­drü­ckung und für alle, die mei­nen, erlit­te­nes Unrecht nicht ver­zei­hen zu kön­nen.
  • Für jene, deren Ehe zer­bro­chen ist, und für ihre Kin­der, für alle Men­schen, die in einer schwe­ren Situa­ti­on im Stich gelas­sen wur­den.

Gott, du barm­her­zi­ger Vater, du nimmst alle auf, die sich in ihrer Not an dich wen­den. Dich prei­sen wir jetzt und in Ewig­keit.

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