Fronleichnam (C):
„Gebt ihr ihnen zu essen“

20. Juni 2019

 

Ein­füh­rung

„Gebt ihr ihnen zu essen“, for­dert Jesus zunächst sei­ne Jün­ger auf, als die­se ihn auf den Hun­ger der Men­schen auf­merk­sam machen. Dann aber wirkt er das Wun­der der Brot­ver­meh­rung.
So bringt das heu­ti­ge Fest unse­re Situa­ti­on auf den Punkt. Wir sind hin­ein­ge­stellt in die­se Welt und tra­gen Ver­ant­wor­tung für sie und für­ein­an­der. Aber wir dür­fen auch wis­sen: Wo unse­re Kräf­te nicht rei­chen, um den leib­li­chen und den geist­li­chen Hun­ger der Men­schen zu stil­len, ist der da, der sich selbst als das „Brot des Lebens“ bezeich­net hat. Er ver­mag satt zu machen im Über­fluss.
Ihn tra­gen wir heu­te durch unse­re Stra­ßen, um zu zei­gen, auf wen wir unse­rer Hoff­nung set­zen.
Dank­bar und froh begrü­ßen wir ihn jetzt in unse­rer Mit­te, wie es Chris­ten seit alters tun: Kyrie elei­son – Herr, erbar­me dich (unser).

 

Für­bit­ten

„Gebt ihr ihnen zu essen“, for­dert Jesus sei­ne Jün­ger auf. Dann aber tut er doch das Ent­schei­den­de, um die Men­schen satt zu machen. So bit­ten auch wir um sei­ne Hil­fe:

  • Für unse­re Kir­che, die dafür da ist, das Brot des Lebens heu­te aus­zu­tei­len; für alle, die sich in ihrem Dienst selbst zu schwach füh­len, um den geist­li­chen Hun­ger der ihnen anver­trau­ten Men­schen zu stil­len.

Stil­le
Jesus, du Brot des Lebens.

  • Für die Men­schen in den Armuts­ge­bie­ten der Erde, für die Völ­ker, die in Krie­ge ver­wi­ckelt sind und der Hil­fe von außen bedür­fen.
  • Für alle, die von einer per­sön­li­chen Not bedrückt sind: die Schwer­kran­ken und ihre Ange­hö­ri­gen; die Men­schen, deren beruf­li­che und mate­ri­el­le Exis­tenz bedroht ist; die Opfer zer­bro­che­ner Bezie­hun­gen.
  • Für unse­re Gemein­de: für alle, die um ihren Glau­ben rin­gen; für jene, die Zeug­nis geben von ihrer christ­li­chen Über­zeu­gung; für alle, die unser Gebet beson­ders brau­chen.

Gott, dei­nen Sohn hast du hin­ge­ge­ben als Brot, das uns leben lässt. Für ihn dan­ken wir dir, und wir prei­sen dich, in die­ser Zeit und in Ewig­keit.

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