Sechster Sonntag der Osterzeit (C):
„Frieden“

26. Mai 2019

 

Ein­füh­rung

Zu den Wor­ten, die oft zu hören sind, gehört das vom „Frie­den“. Meist wird es ver­wen­det im Zusam­men­hang mit Krieg: Frie­den als Abwe­sen­heit von Krieg. Für Men­schen in den Kriegs­ge­bie­ten wäre sol­cher Frie­de sehr viel.
Wenn in der Hei­li­gen Schrift und im Got­tes­dienst von Frie­den die Rede ist, ist jedoch noch etwas ande­res gemeint: „Mei­nen Frie­den gebe ich euch“, sagt Jesus am Abend vor sei­nem Lei­den. Und als Auf­er­stan­de­ner grüßt er sei­ne Jün­ger: „Frie­de sei mit euch!“ Er sagt die­ses Wort also in ihre Situa­ti­on der Angst und der Hoff­nungs­lo­sig­keit hin­ein. Frie­de als Gebor­gen­heit bei Gott, als Gewiss­heit, von ihm gehal­ten zu sein.
Die Sehn­sucht nach die­sem Frie­den ist es, die uns all­sonn­täg­lich hier zusam­men­kom­men lässt. Und die uns rufen lässt: Herr, erbar­me dich (unser).

 

Für­bit­ten

„Euer Herz beun­ru­hi­ge sich nicht und ver­za­ge nicht“, sagt Jesus sei­nen Jün­gern. Im Ver­trau­en auf ihn beten wir:

  • Für die Nach­fol­ger der Apos­tel, die Bischö­fe, und alle, die zusam­men mit ihnen Got­tes fro­he Bot­schaft ver­kün­den und sei­ne Gna­de aus­tei­len: um einen fes­ten und leben­di­gen Glau­ben.

Stil­le
Chris­tus, höre uns.

  • Für alle, die sich in der Poli­tik und Gesell­schaft ein­set­zen für den Frie­den unter den Völ­kern und für die Ach­tung vor den Men­schen aller Ras­sen: um Beharr­lich­keit und Geduld und um Segen für ihr Tun.
  • Für die Men­schen, die eine gro­ße Ent­täu­schung erfah­ren muss­ten, weil Bezie­hun­gen zer­bro­chen oder Lebens­plä­ne geschei­tert sind: um Trost und neu­en Mut.
  • Für unse­re Gemein­de; für die Men­schen unter uns, die gro­ße Sor­gen haben, für alle, um deren Nöte wir wis­sen und die uns beson­ders am Her­zen lie­gen.

Gott, Vater im Him­mel, dei­nen Sohn hast du aus dem Tod erret­tet. Auf ihn schau­en wir und für ihn dan­ken wir dir, heu­te und alle Tage unse­res Lebens.

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