Taufe des Herrn (A):
Der unerkannte Herr

12. Janu­ar 2020

 

Ein­füh­rung

„War­um lässt Gott das zu? War­um fällt er Mäch­ti­gen nicht in den Arm, wenn sie selbst­herr­lich und leicht­fer­tig mit dem Wohl der ihnen Anver­trau­ten umge­hen?“ Wer kennt nicht die­se Fra­gen? Immer wie­der wün­schen wir uns einen Gott, der ein Para­dies auf Erden errich­tet, in dem wir in Sicher­heit und Gebor­gen­heit, in Wohl­stand und Frie­den leben kön­nen. Die­se Erwar­tung ist nicht neu: Sie stand schon den Zeit­ge­nos­sen Jesu im Wege, die einen mäch­ti­gen Mes­si­as erwar­te­ten und dar­um den nicht erkann­ten, der schon mit­ten unter ihnen war, als er sich in der Rei­he der Täuf­lin­ge des Johan­nes anstell­te. Die­ses Pro­blem haben auch wir, wenn wir hier zusam­men­kom­men, wo er auch mit­ten unter uns ist: in unse­rer Gemein­schaft des Glau­bens, in sei­nem Wort und in den so unschein­ba­ren Gestal­ten von Brot und Wein.

 

Für­bit­ten

Ange­sichts einer Welt, die voll ist von Unvoll­kom­men­heit und Leid, rufen wir zu unse­rem himm­li­schen Vater:

  • Wir beten für alle, die in der Kir­che ein Amt haben und die sich oft zu schwach und unvoll­kom­men füh­len für die Auf­ga­ben, die ihnen anver­traut sind.

Stil­le –
Gott, unser Vater.

  • Wir beten für die Jour­na­lis­ten und Poli­ti­ker, die Ein­fluss auf die öffent­li­che Mei­nung haben.
  • Wir beten für die Men­schen, die in stän­di­ger Sor­ge um das täg­li­che Brot für sich und die Ihren leben müs­sen.
  • Wir beten für die Men­schen, die ihr Leben in den Dienst von Alten, Kran­ken und Behin­der­ten gestellt haben und die oft bis an die Gren­zen ihrer Kraft gefor­dert wer­den.
  • Wir beten für alle, deren Lebens­weg in die­ser Woche zu Ende geht.

Gott, unser Vater, du hast unse­re Geschi­cke in dei­ner Hand und ver­magst alles zum Guten zu len­ken. Dich prei­sen wir jetzt und in Ewig­keit.

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