Zweiter Weihnachtstag / StephanusA:
Eine kalte Dusche

26. Dezem­ber 2019

 

Ein­füh­rung

Es ist etwas wie eine kal­te Dusche, wenn auf die hei­me­li­ge Wär­me des Hei­li­gen Abends und die Freu­de des Weih­nachts­ta­ges das Fest des ers­ten Mär­ty­rers folgt; wenn das fest­li­che Weiß des Mess­ge­wan­des sich von heu­te auf mor­gen in ein Blut­rot ver­wan­delt hat. Aber die Geburt des Got­tes­soh­nes ist eben kei­ne Idyl­le, sie ist der Anfang von Unver­ständ­nis, von Aus­ein­an­der­set­zun­gen um die Wahr­heit bis hin zur Ver­fol­gung Anders­den­ken­der. Bis heu­te hat sich wenig geän­dert seit jenen frü­hen Tagen der Kir­che: Miss­ach­tung und Spott sind noch die harm­lo­se­ren For­men, wie heu­te viel­fach auf die christ­li­che Bot­schaft reagiert wird, und es gibt nicht weni­ge Län­der, in denen Chris­ten um ihres Glau­bens und ihres Ein­sat­zes für Arme und Unter­drück­te wil­len im Gefäng­nis sit­zen und gefol­tert wer­den. Mit ihnen wis­sen wir uns jetzt ver­bun­den.

 

Für­bit­ten

Heu­te, am Fest des ers­ten Mär­ty­rers unse­rer Kir­che, beten wir für alle, deren Glau­be heu­te auf beson­de­re Wei­se her­aus­ge­for­dert ist:

  • Für die jun­gen Men­schen, die in der Aus­bil­dung oder im Beruf behin­dert wer­den, weil sie sich als Chris­ten beken­nen.

Stil­le –
Chris­tus, höre uns.

  • Für alle, die dort ihre Stim­me erhe­ben, wo Unrecht geschieht, und die dafür Nach­tei­le oder Ver­fol­gung in Kauf neh­men.
  • Für unse­re Glau­bens­brü­der und -schwes­tern in den Län­dern, in denen christ­li­ches Gebet und Got­tes­dienst ver­bo­ten sind.
  • Für die Pro­phe­ten in der heu­ti­gen Kir­che, die um ihrer Über­zeu­gung wil­len gegen den Strom schwim­men und dafür Unver­ständ­nis und Ableh­nung ern­ten.
  • Für alle, die sich im Zeug­nis für Chris­tus ver­aus­gabt haben und davon müde gewor­den sind, und für jene, die ange­sichts von Schwie­rig­kei­ten ihren Glau­ben ver­ra­ten haben.

Vater im Him­mel, du belohnst die Stand­haf­ten, stärkst die Schwa­chen und ver­gibst den Sün­dern, die sich zu dir bekeh­ren. Dir dan­ken wir und dich prei­sen wir, jetzt und in Ewig­keit.

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