244Liturgisches Jahrbuch 2+3/2025

Inhalt der Ausgabe 2+3/2025

 

Jür­gen Bärsch
Eucha­ris­tie und Messbuch

Teil 1: Refe­ra­te der Auf­takt­ta­gung zur Revi­si­on des deut­schen Messbuchs

Mar­tin Klöckener
Die Revi­si­on des Mess­buchs für das deut­sche Sprach­ge­biet: Kon­tex­te, Zie­le, Vor­ge­hens­wei­sen. Eine Einführung

Alex­an­der Zer­faß (Salz­burg)
»Getreu und ange­mes­sen« (c. 838 § 3). Zum Kon­zept lit­ur­gi­scher Über­set­zungs­ar­beit nach den aktu­el­len kirch­li­chen Bestimmungen

Wer­ner Michler
Lit­ur­gie, Lite­ra­tur und Über­set­zung. Über­le­gun­gen zur Messbuch-Diskussion

Rudolf Pacik
Die­ne­rin des Wor­tes. Über die lit­ur­gi­sche Kantillation

Mar­co Benini
Peri­ko­penora­tio­nen in teil­kirch­li­chen Mess­bü­chern und Mess­buch­ent­wür­fen. Gestalt und pas­to­ral­lit­ur­gi­sche Chanen

Teil 2: Stim­men zur deutsch­spra­chi­gen Messbuchrevision

 


 

Editorial 2+3/2025: EUCHARISTIE UND MESSBUCH (Auszug)

 

Wie das got­tes­dienst­li­che Leben ins­ge­samt bedür­fen auch die lit­ur­gi­schen Bücher einer stän­di­gen Erneue­rung. Aus ver­schie­de­nen Grün­den wer­den nicht nur die latei­ni­schen Edi­tio­nes typi­cae einer Über­ar­bei­tung unter­zo­gen; vor allem die volks­sprach­li­chen Aus­ga­ben sind vor dem Hin­ter­grund der sich wan­deln­den Fei­er­pra­xis und des sich ver­än­dern­den Sprach­emp­fin­dens immer wie­der zu über­prü­fen und anzu­pas­sen, zu ergän­zen und zu revi­die­ren. Das gilt nicht zuletzt für das zen­tra­le Buch zur Fei­er der Eucha­ris­tie. Seit dem Erschei­nen des nach­kon­zi­lia­ren deut­schen Mess­buchs 1975 (21988) hat es bekannt­lich zwei umfang­rei­che, aller­dings in Anla­ge und Ziel­set­zung sehr unter­schied­li­che Bemü­hun­gen um eine Revi­si­on gege­ben. Bereits 1988 hat­te die Inter­na­tio­na­le Arbeits­ge­mein­schaft der Lit­ur­gi­schen Kom­mis­sio­nen im deut­schen Sprach­ge­biet (IAG) einer Stu­di­en­kom­mis­si­on den Auf­trag gege­ben, Mög­lich­kei­ten einer Neu­be­ar­bei­tung zu son­die­ren und Vor­schlä­ge für die Über­ar­bei­tung des Mess­buchs zu machen. Die­se Bemü­hun­gen wur­den spä­tes­tens mit dem Erschei­nen der Instruk­ti­on »Lit­ur­gi­am authen­ti­cam« 2001 und deren restrik­ti­ven Nor­men für die Erstel­lung künf­ti­ger volks­sprach­li­cher Bücher been­det. Die sei­ner­zeit von Rom ein­ge­setz­te Kom­mis­si­on »Eccle­sia cele­brans« arbei­te­te dann ihrer­seits meh­re­re Jah­re unter den geän­der­ten Rah­men­be­din­gun­gen an einer völ­li­gen Neu­über­set­zung des Mess­buchs. Aber auch die­ser Anlauf schei­ter­te, da die betei­lig­ten Bischofs­kon­fe­ren­zen vom Ergeb­nis nicht über­zeugt waren. Unter den nun wie­der­um gewan­del­ten Bedin­gun­gen, wie sie sich erge­ben haben auf­grund des Motu pro­prio »Magnum princi­pi­um« von Papst Fran­zis­kus aus dem Jahr 2017, das den Bischofs­kon­fe­ren­zen wie­der eine eigen­stän­di­ge­re Rol­le bei den Über­set­zun­gen der Lit­ur­gie­bü­cher zuer­kennt, hat die »Kon­fe­renz Lit­ur­gie der Kir­che im deut­schen Sprach­ge­biet« (KLD) den Beschluss gefasst, die Arbeit am deut­schen Mess­buch neu anzu­ge­hen. Zum Auf­takt die­ses Pro­zes­ses tra­fen sich die Mit­glie­der der vier Arbeits­grup­pen mit der Pro­jekt­lei­tung am 3. und 4. Juli 2024 im Mater­nus­haus in Köln. Die dabei gehal­te­nen Refe­ra­te wer­den im vor­lie­gen­den Dop­pel­heft doku­men­tiert.1
So infor­miert Mar­tin Klö­cke­ner (Fri­bourg) über das neue Pro­jekt der Mess­buch-Revi­si­on und stellt des­sen Zie­le und Vor­ge­hens­wei­sen in den Kon­text der bis­he­ri­gen Bemü­hun­gen um eine Über­ar­bei­tung des deut­schen Mess­buchs. Alex­an­der Zer­faß (Salz­burg) sich­tet für die Revi­si­ons­ar­beit die nach­kon­zi­li­ar erschie­ne­nen Doku­men­te zur Über­set­zung lit­ur­gi­scher Bücher – »Com­me le pré­voit« (1969), »Lit­ur­gi­am authen­ti­cam« (2001), »Magnum princi­pi­um« (2017) – und fragt nach den jewei­li­gen lit­ur­gie­theo­lo­gi­schen und über­set­zungs­theo­re­ti­schen Grund­la­gen. Wer­ner Mich­ler (Salz­burg) geht aus lite­ra­tur­wis­sen­schaft­li­cher Sicht an das Mess­buch und sei­ne Revi­si­on her­an, wäh­rend Rudolf Pacik (Salz­burg) mit zahl­rei­chen Bei­spie­len auf die Chan­ce einer neu­ge­stal­te­ten deut­schen Kan­til­la­ti­on hin­weist. Da es erklär­tes Ziel ist, ähn­lich wie in ande­ren volks­sprach­li­chen Mis­sa­li­en, Peri­ko­penora­tio­nen für das deut­sche Mess­buch zu schaf­fen, for­mu­liert schließ­lich Mar­co Beni­ni (Trier) The­sen für deren Gestaltung. […]

1 Einen ers­ten Bericht lie­fer­ten Domi­nik Boden­stein / Mari­us Lin­nen­born, Unter neu­en Rah­men­be­din­gun­gen. Mit einer Auf­takt­ver­an­stal­tung in Köln sind die Arbei­ten an einem revi­dier­ten Mess­buch für das deut­sche Sprach­ge­biet gestar­tet, in: Gd 58 (2024) 173–176.
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