158Zeitschrift Gottesdienst
Ausgabe 1/2026

Inhalt

 

  • Leit­ar­ti­kel: Qua­li­tät­voll. Hin­ter­grün­de zur Ent­ste­hung und den Neue­run­gen des revi­dier­ten Lektionars
  • Eine tie­fe­re Bedeu­tung. Was ein Papst­grab, eine Kro­ne und die Stern­sin­ger mit­ein­an­der zu tun haben
  • Mein gelieb­ter Sohn! Bau­stei­ne für einen Got­tes­dienst mit Iko­nen­be­trach­tung zum Fest der Tau­fe des Herrn
  • Für­bit­ten­vor­schlä­ge für den 5. und 6. Sonn­tag im Jah­res­kreis (A)
  • Ein­füh­run­gen zu den Schrift­le­sun­gen: 3. Sonn­tag im Jah­res­kreis (A) bis Aschermittwoch
  • „Biblisch, nüch­tern und ein­fach, schön und herz­lich“. Die Über­set­zungs­ar­beit am ers­ten deut­schen Mess­buch 1975
  • Direk­to­ri­um 2.0

 

Editorial 1/2026

 

Lie­be Lese­rin­nen und Leser,

mit dem Erschei­nen des letz­ten Ban­des liegt das neue Lek­tio­nar nun voll­stän­dig vor – ein Mei­len­stein, der leicht über­se­hen wer­den könn­te in einer Zeit, in der die Tech­nik vie­le Berei­che unse­res All­tags erobert hat.
Manch einer mag sich fra­gen, ob es heu­te über­haupt noch gedruck­te Bücher braucht, wo doch Tablets und ande­re Gerä­te prak­ti­scher sei­en. Doch gera­de hier zeigt sich ein Grund­zug der Lit­ur­gie: Sie lebt nicht nur vom Text allein, son­dern auch von den Din­gen, in denen die­ser Text begeg­net. Die Pas­to­ra­le Ein­füh­rung in das Lek­tio­nar erin­nert dar­an, dass auch die Bücher selbst die Gegen­wart Got­tes bewusst machen – und des­halb wür­dig, schön und mit Ehr­furcht aus­ge­stat­tet sein sol­len (vgl. Nr. 35).
Ein Gerät, auf dem ich im All­tag E-Mails lese, Online­shop­ping betrei­be oder Über­wei­sun­gen täti­ge, mag prak­tisch sein; doch es ver­mit­telt die­se sym­bo­li­sche Tie­fe nicht. Es lässt sich kaum vor­stel­len, dass ein Bild­schirm in der Pro­zes­si­on erho­ben, mit Weih­rauch geehrt oder nach der Evan­ge­li­ums­ver­kün­di­gung geküsst wird. Zugleich wis­sen wir, wie sehr moder­ne Tech­nik in der Vor­be­rei­tung von Got­tes­diens­ten hilft und vie­les erleich­tert. Aber die Fei­er selbst nimmt uns her­aus aus der Logik des Alltags.
Das Lek­tio­nar lädt dazu ein, das Wort Got­tes immer wie­der neu als das zu ent­de­cken, was es ist: ein leben­di­ger Schatz, der nicht nur gehört, son­dern auch in sei­ner phy­si­schen Gestalt gese­hen und geehrt wer­den will.

Ihr

DEUTSCHES LITURGISCHES INSTITUT
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