162Zeitschrift Gottesdienst
Ausgabe 11/2019

Inhalt
  • Leit­ar­ti­kel: Ein pries­ter­li­cher Dienst. Zur ekkle­sio­lo­gi­schen Not­wen­dig­keit des Ehren­am­tes in der Lit­ur­gie
  • Den Sonn­tag nicht ver­zwe­cken. Beson­de­re Anlie­gen im Sonn­tags­got­tes­dienst gut unter­brin­gen
  • „Du rufst mich“. Eine Anbe­tungs­stun­de
  • Für­bit­ten­vor­schlä­ge für den 13. und 14. Sonn­tag im Jah­res­kreis (C)
  • Ein­füh­run­gen zu den Schrift­le­sun­gen: 12. bis 17. Sonn­tag im Jah­res­kreis (C)
  • Got­tes Wort in neu­er Ord­nung. Die neue Peri­ko­pen­ord­nung der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land – Teil 2

 

Editorial 11/2019

 

Lie­be Lese­rin­nen und Leser,

in die­ser und der letz­ten Aus­ga­be unse­rer Zeit­schrift erfolg­te eine Kurz­vor­stel­lung der neu­en Lese­ord­nung, die am 1. Advent 2018 in der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land in Kraft gesetzt wor­den ist. Die Ände­run­gen sind im Ver­gleich zur Vor­gän­ger­ver­si­on von 1978 zwar mode­rat, den­noch gibt es bemer­kens­wer­te Neue­run­gen, die auch katho­li­scher­seits auf­hor­chen las­sen soll­ten: So wur­de etwa die Zahl alt­tes­ta­ment­li­cher Peri­ko­pen von einem Fünf­tel auf ein Drit­tel erhöht, in der reli­gi­ons­päd­ago­gi­schen Arbeit oft ver­wen­de­te Tex­te neu auf­ge­nom­men und vor­her stark gekürz­te – man könn­te sogar sagen: ver­stüm­mel­te – Peri­ko­pen im Text­be­stand erwei­tert. Es ist span­nend, die­se Ver­än­de­run­gen im Detail zu betrach­ten.
Noch span­nen­der ist aller­dings die Gene­se der evan­ge­li­schen Peri­ko­pen­re­vi­si­on. Sie war ein­ge­bet­tet in einen acht­jäh­ri­gen Pro­zess (2010–2018), der mit­nich­ten nur am Schreib­tisch statt­fand: Ein von Arbeits­grup­pen erstell­ter Erst­ent­wurf wur­de zunächst ein Jahr lang in allen betei­lig­ten Lan­des­kir­chen in der Pra­xis erprobt. Anschlie­ßend konn­ten Nut­ze­rin­nen und Nut­zer ihre Erfah­run­gen schrift­lich oder mit Hil­fe eines Online-For­mu­lars, das auf einer eigens dafür ein­ge­rich­te­ten Web­site zur Ver­fü­gung stand, dar­le­gen. Die sorg­fäl­ti­ge Aus­wer­tung die­ser Rück­mel­dun­gen fun­gier­te als Grund­la­ge für die Wei­ter­ar­beit und hat schließ­lich auch das „End­pro­dukt“ ent­schei­dend mit­ge­prägt.

 

Ihr
Unterschrift Uder

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