282Zeitschrift Gottesdienst
Ausgabe 11/2026

Inhalt

 

  • Leit­ar­ti­kel: „Komm und lobe den Herrn, mei­ne See­le singt“. War­um Prai­se & Wor­s­hip auch in der katho­li­schen Lit­ur­gie gro­ßes Poten­zi­al besitzt
  • Eine Fra­ge des Respekts. Plä­doy­er für eine Lit­ur­gie ohne Zeitdruck
  • Seg­nung Jugend­li­cher vor beson­de­ren Lebens­ab­schnit­ten. Ein Modell für eine Seg­nung jun­ger Leu­te – zur Erpro­bung für ein neu­es deutsch­spra­chi­ges Bene­dik­tio­na­le
  • Für­bit­ten­vor­schlä­ge für den 15. und 16. Sonn­tag im Jah­res­kreis (A)
  • Ein­füh­run­gen zu den Schrift­le­sun­gen: 12. bis 17. Sonn­tag im Jah­res­kreis (A)
  • Lit­ur­gi­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on durch den Kör­per. Gedan­ken und Anre­gun­gen zum Knien und Ste­hen in der Lit­ur­gie und bei der Kommunionspendung
  • Seg­nun­gen für Lie­ben­de zwi­schen Akzep­tanz und Vorbehalt

 

Editorial 11/2026

 

Lie­be Lese­rin­nen und Leser,

kürz­lich stieß ich wie­der ein­mal auf die Bezeich­nun­gen „Lai­en­hos­ti­en“ für die klei­nen und „Pries­ter­hos­ti­en“ für grö­ße­re Hos­ti­en. Die­se Bezeich­nun­gen mar­kie­ren eine Dif­fe­renz zwi­schen Pries­tern und Lai­en an gera­de jener Stel­le, wo es um das eine Brot, den einen Leib Jesu Chris­ti geht, der die Ein­heit der Kir­che zum Aus­druck bringt.
Die All­ge­mei­ne Ein­füh­rung in das Römi­sche Mess­buch sagt es so: „Das eucha­ris­ti­sche Brot (soll) so beschaf­fen sein, dass der Pries­ter bei einer Gemein­de­mes­se das Brot wirk­lich in meh­re­re Tei­le bre­chen kann, die er wenigs­tens eini­gen Gläu­bi­gen reicht. (…) Das Brot­bre­chen, das in apos­to­li­scher Zeit der Eucha­ris­tie­fei­er ihren Namen gab, bringt die Ein­heit aller in dem einen Brot wirk­sam und deut­lich zum Aus­druck. Eben­so ist es ein Zei­chen brü­der­li­cher Lie­be, da die­ses eine Brot unter Brü­dern geteilt wird“ (AEM 283). Dazu braucht es eine grö­ße­re Hos­tie, die damit gera­de nicht zur „Pries­ter­hos­tie“ mutiert, son­dern viel­mehr Zei­chen der Lie­be unter­ein­an­der ist.
Wenn Hos­ti­en ver­wen­det wer­den, wären die gro­ßen soge­nann­ten „Kon­ze­le­bra­ti­ons­hos­ti­en“ für alle, die mit­fei­ern, noch bes­ser. Doch klei­ne Hos­ti­en sind kei­nes­wegs aus­ge­schlos­sen. Und selbst pries­ter­li­che Kon­ze­le­bran­ten kön­nen die soge­nann­ten „Lai­en­hos­ti­en“ empfangen.
Wenn es hier also gar nicht um den Unter­schied zwi­schen Pries­ter und Lai­en geht, ver­ges­sen wir am bes­ten die miss­ver­ständ­li­chen Bezeichnungen.

Ihre
Gun­da Brüske

DEUTSCHES LITURGISCHES INSTITUT
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