
Zeitschrift Gottesdienst
Ausgabe 14–15/2026
Inhalt
- Leitartikel: „Hab Mut, steh auf – und geh!“ Der Abschlussgottesdienst des 104. Deutschen Katholikentags in Würzburg setzte besondere Akzente
- Zustimmung für mehr Digitalisierung in Kirche und Liturgie
- Antwort auf Gottes Reden und Handeln. Die besondere Aufgabe des Antwortpsalms und seine Pflege
- Kräutersegnung. Ein Modell für das Hochfest der Aufnahme Marias in den Himmel (15. August) – zur Erprobung für ein neues deutschsprachiges Benediktionale
- Gemeinschaftliche Kräuterwanderung
- Mensch oder Automat: Wer spielt die Orgel in der Liturgie? Handreichung für Kirchengemeinden zur Nutzung von Orgel-Selbstspielsystemen im Gottesdienst
- Zum Schluss noch ein kleiner Rundgang …
- Fürbittenvorschläge für den 22. bis 27. Sonntag im Jahreskreis (A)
- Freie Fürbitten erleichtern. Vier Vorschläge für die Praxis
- Im Niemandsland der Kirchen. Anfragen zu Wesen, Ziel und Zukunft des „Ökumenischen Gottesdienstes“
- Störelement statt Stütze? Zum sinnvollen Umgang mit dem Credo im dialogischen Spannungsbogen des Wortgottesdienstes
- Voneinander lernen und miteinander feiern
Editorial 14–15/2026
Liebe Leserinnen und Leser,
in der Ferienzeit statten viele Menschen den Kirchen am Urlaubsort einen Besuch ab – weil sie sich für Kultur und Geschichte interessieren, weil sie Stille suchen oder einfach, weil sie der sommerlichen Hitze für einen Moment entkommen möchten. Dabei fällt immer wieder auf, wie gezielt dabei Raumbereiche angesteuert werden, die zum persönlichen Gebet einladen.
Mancherorts brennen Kerzen vor einer Marienfigur oder einem Kreuz, eine Sitzbank lädt zum Verweilen ein, Blumen und eine gepflegte Atmosphäre vermitteln: Hier ist Raum für das persönliche Gebet. Andernorts wirken Opferlichtständer, Heiligenbilder oder Sitzgelegenheiten eher zufällig platziert, vernachlässigt oder gar verwahrlost.
Gerade diese Orte verdienen jedoch eine liebevollere Behandlung. Sie sind wichtige Berührungspunkte mit dem christlichen Glauben – nicht nur für regelmäßige Gottesdienstteilnehmer/innen, sondern auch für Menschen, die selten einen Sakralraum betreten. Solche Orte eröffnen die Möglichkeit, Sorgen und Klage, Dank und Hoffnung vor Gott zu bringen.
Deshalb sollten sie keinesfalls als vernachlässigbare Randbereiche des Kirchenraums verstanden werden. Vielleicht ist die Urlaubszeit ein guter Anlass, auch den Andachtsorten in der eigenen Kirche wieder mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Denn nicht selten bleiben diese Gebetsnischen und -ecken von einem Besuch am längsten in Erinnerung.
Ihr



