154Zeitschrift Gottesdienst
Ausgabe 16/2019

Inhalt

  • Leit­ar­ti­kel: Ver­geb­li­che Lie­bes­müh? Jugend­got­tes­diens­te bie­ten vie­le Chan­cen für Gemein­de­ent­wick­lung
  • Jah­res­kranz der Lie­be Got­tes. Annä­he­run­gen an die Mari­en­fes­te mit­ten im (Spät-)Sommer
  • „Sorgt euch zuerst um Got­tes Reich“. Eine klei­ne Andacht im Som­mer
  • Für­bit­ten­vor­schlä­ge für den 28. bis 29. Sonn­tag im Jah­res­kreis (C)
  • Ein­füh­run­gen zu den Schrift­le­sun­gen: 28. bis 31. Sonn­tag im Jah­res­kreis (C)
  • „Wir haben aus­pro­biert …“ Wie regel­mä­ßi­ge Tag­zei­ten­lit­ur­gi­en in der Gemein­de eta­bliert wer­den kön­nen

 

Editorial 16/2019

Lie­be Lese­rin­nen und Leser,

dass vie­le Got­tes­diens­te nahe­zu „jugend­frei“ statt­fin­den, also fast ganz oder völ­lig ohne Jugend­li­che, ist nicht nur aus lit­ur­gie­theo­lo­gi­scher Sicht als defi­zi­tär ein­zu­stu­fen – schließ­lich ist das gesam­te Volk Got­tes, Jung und Alt, Trä­ger der Lit­ur­gie. Mehr noch: Die Teil­nah­me von Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen wür­de, wenn man ernst­haft an ihrer Mei­nung inter­es­siert wäre, auch erheb­lich zur Qua­li­täts­si­che­rung got­tes­dienst­li­chen Fei­erns bei­tra­gen. Denn sie sind in der Regel kri­ti­sche, sen­si­ble Beob­ach­ter: Sie schau­en genau hin, weil sie wis­sen möch­ten, was da geschieht, und weil sie zu ver­ste­hen suchen, was sie sehen. Got­tes­dienst­ge­wohn­te neh­men einen unacht­sa­men, ja schlam­pi­gen Umgang mit dem Hei­li­gen oft nicht mehr bewusst wahr oder scheu­en sich – um des lie­ben Frie­dens wil­len –, alt­be­währ­te Abläu­fe zu kri­ti­sie­ren.
Die Wahr­neh­mung von Jugend­li­chen ist dies­be­züg­lich unver­stell­ter. Sie sind auch muti­ger, ihre Mei­nung zu äußern: Begeg­net da ein sakra­ler Raum oder eine unge­pfleg­te Rum­pel­kam­mer? Erzeu­gen Gesän­ge und Lie­der eine pas­sen­de Stim­mung und pas­sen sie zum Gesche­hen? Sind Gebe­te und Lesun­gen spür­bar Wort Got­tes oder eine her­un­ter­ge­le­se­nes Pflicht­pro­gramm?…
Jugend­li­che Gottesdienstteilnehmer/innen brin­gen eine natür­li­che Exper­ti­se bezüg­lich sol­cher Fra­ge­stel­lun­gen mit, die auch den Erwach­se­nen zugu­te kom­men könn­te.

 Ihr
Unterschrift Uder

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