275Zeitschrift Gottesdienst
Ausgabe 16/2026

Inhalt

 

  • Leit­ar­ti­kel: Wer darf pre­di­gen? Eine lit­ur­gie­wis­sen­schaft­li­che Ana­ly­se der jüngs­ten römi­schen Ent­schei­dung zur Lai­en­pre­digt in der Messfeier
  • Segens­fei­er bei beruf­li­chen Veränderungen/Eintritt in den Ruhe­stand. Ein Modell für Zei­ten der Ver­än­de­rung – zur Erpro­bung für ein neu­es deutsch­spra­chi­ges Bene­dik­tio­na­le
  • Für­bit­ten­vor­schlä­ge für den 28. und 29. Sonn­tag im Jah­res­kreis (A)
  • Ein­füh­run­gen zu den Schrift­le­sun­gen: 23. bis 28. Sonn­tag im Jah­res­kreis (A)
  • Für eine anspre­chen­de Fei­er. Vom Umgang mit dem Mikro­fon im Gottesdienst
  • Leser­brief

 

Editorial 16/2026

 

Lie­be Lese­rin­nen und Leser,

wenn über die Wort­ver­kün­di­gung in der Mess­fei­er oder der Wort-Got­tes-Fei­er gespro­chen wird, steht meist die Qua­li­tät des Lek­to­ren­diens­tes oder der Pre­digt im Mit­tel­punkt. Bei­des ist wichtig.
Dabei gerät jedoch ein Ele­ment aus dem Blick, das vie­ler­orts kaum genutzt wird: die Mög­lich­keit, in die Lesun­gen mit weni­gen Wor­ten ein­zu­füh­ren. Vie­le Schrift­le­sun­gen erschlie­ßen sich nicht auf Anhieb. Sie stam­men aus einer ande­ren Zeit, set­zen daher Vor­kennt­nis­se vor­aus und bil­den oft nur einen klei­nen Aus­schnitt eines grö­ße­ren Zusammenhangs.
Eine gut for­mu­lier­te Ein­füh­rung kann hier eine Brü­cke schla­gen. Sie nimmt der Lesung nichts vor­weg, son­dern weckt die Auf­merk­sam­keit für das, was gleich zu hören sein wird. Sie ersetzt weder die Pre­digt noch erklärt sie den Bibel­text voll­stän­dig. Viel­mehr hilft sie den Mit­fei­ern­den, sich inner­lich auf das Hören des Wor­tes Got­tes einzustimmen.
Die Lit­ur­gie sieht die Mög­lich­keit sol­cher Ein­füh­run­gen aus­drück­lich vor und emp­fiehlt, sie „hilf­reich, knapp und klar“ zu for­mu­lie­ren (vgl. Pas­to­ra­le Ein­füh­rung in das Mess­lek­tio­nar, Nr. 57). Trotz­dem wer­den sie vie­ler­orts kaum genutzt. Dabei genü­gen schon zwei oder drei sorg­fäl­tig for­mu­lier­te Sätze.
Des­halb ver­öf­fent­licht die­se Zeit­schrift regel­mä­ßig Vor­schlä­ge für Ein­füh­run­gen zu den Sonn- und Fest­tags­le­sun­gen. Viel­leicht kön­nen sie ein Impuls sein, die Ver­kün­di­gung des Wor­tes Got­tes in Ihrer Gemein­de zu stärken.

Ihr

DEUTSCHES LITURGISCHES INSTITUT
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