
Zeitschrift Gottesdienst
Ausgabe 18/2025
Inhalt
- Leitartikel: „… ein wahrhaft liturgischer Dienst“ (SC 29). Ein Plädoyer, warum es Zeit ist, das Kantorenamt neu wertzuschätzen und zu stärken
- Ein Kommunikationsproblem? Sprechen in der Liturgie und die Gefahr des Klerikalismus
- „O du hochheilig Kreuze“. Eine Wort-Gottes-Feier zum Fest Kreuzerhöhung
- Fürbittenvorschläge für den Weihetag der Lateranbasilika und den 33. Sonntag im Jahreskreis (C)
- Einführungen zu den Schriftlesungen: Allerseelen bis 2. Adventssonntag (A)
- Liturgie verstehen und erneuern. Gedenken an den Liturgiepionier Josef Andreas Jungmann und Lecture zum 50. Todestag in Innsbruck
Editorial 18/2025
Liebe Leserinnen und Leser,
wer an liturgische Dienste denkt, hat oft zuerst die sichtbarsten vor Augen: Lektorinnen und Lektoren, Ministrantinnen und Ministranten, Kommunionhelferinnen und -helfer. Doch das Spektrum reicht viel weiter – von der Kirchenmusik über die Sorge für den Kirchenraum bis zum Willkommensdienst am Eingang. All diese Dienste sind kein schmückendes Beiwerk, sondern Ausdruck dessen, was Liturgie wesentlich ausmacht: Sie ist das gemeinsame Feiern aller Getauften.
Liturgie geschieht nie für die Gemeinde, sondern immer mit der Gemeinde. Jeder Dienst – ob sichtbar oder im Hintergrund – ist Teil dieses Gefüges, in dem das Volk Gottes gemeinsam vor Gott tritt. Wer vorliest, singt, Kerzen trägt oder die Feier leitet, übernimmt einen Dienst am Aufbau des Leibes Christi. Dass liturgische Dienste unverzichtbar sind, wird besonders dann spürbar, wenn sie fehlen: Eine Messe ohne Gesang, ohne Lektorin oder ohne Ministranten wirkt unvollständig.
Die Vielfalt der Dienste zeigt, dass die Kirche eine gegliederte Gemeinschaft ist, in der unterschiedliche Charismen zum Tragen kommen. Wertschätzung zeigt sich darin, dass die Dienste sorgfältig auf ihre Aufgaben vorbereitet, in der Feier sichtbar gemacht und auch nach außen hin anerkannt werden. Dazu gehört eine gute liturgische Bildung ebenso wie Dank und Ermutigung: Wer einen Dienst übernimmt, trägt entscheidend dazu bei, dass die Kirche im Feiern das wird, was sie ist – Leib Christi in dieser Welt.
Ihr



