
Zeitschrift Gottesdienst
Ausgabe 19/2026
Inhalt
- Leitartikel: Liturgische Laiendienste. Auf einer Münchener Tagung tauschten sich Wissenschaft und Praxis über Reformen aus, deren Umsetzung bis heute ein Desiderat ist
- „Christus wird geboren – rühmet ihn!“ Akzente des byzantinischen Kirchenjahres – Teil 2: Die Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten
- Ein Licht für die Welt. Andacht am Gedenktag des heiligen Martin von Tours (11. November)
- Fürbittenvorschläge für den 1. bis 3. Adventssonntag (B)
- „Doch du bist heilig, der du wohnst unter den Lobgesängen Israels“. Die Verbindung von Lobpreis und Gottesgegenwart als Deutefolie für Praise-&-Worship-Songs
- Afrikanische Liturgiker/innen beraten über Musik und Tanz
- Leserbriefe
Editorial 19/2026
Liebe Leserinnen und Leser,
im Gottesdienst übernehmen viele Menschen besondere Aufgaben: Lektorinnen und Lektoren, Ministrantinnen und Ministranten, Kantorinnen und Kantoren, Kommunionhelferinnen und Kommunionhelfer, Musikerinnen und Musiker usw. – das ist mehr als eine praktische Arbeitsteilung!
Die Vielfalt der liturgischen Dienste entspricht dem Verständnis des Zweiten Vatikanischen Konzils von der Liturgie als Feier der ganzen versammelten Gemeinde. Jeder soll „nur das und all das tun, was ihm aus der Natur der Sache und gemäß den liturgischen Regeln zukommt“, heißt es in der Liturgiekonstitution (SC 28). Tätige Teilnahme bedeutet also gerade nicht, dass möglichst viele irgendetwas tun. Sie bedeutet, dass den unterschiedlichen Diensten qualifizierte Aufgaben zukommen.
Das ist auch eine Anfrage an unser Verständnis von Gemeinde. Liturgie wird nicht von wenigen Personen im Altarraum „gemacht“, während die anderen zuschauen. Die versammelte Gemeinde selbst ist Trägerin der Feier. Wer einen liturgischen Dienst übernimmt, trägt dazu bei, dass die Kirche als das ganze Volk Gottes sichtbar und erfahrbar wird.
Vielleicht lohnt es sich, unsere Gottesdienste gelegentlich unter genau diesem Gesichtspunkt anzuschauen: Sind dort wirklich die verschiedenen Gaben der Gemeinde versammelt – und bekommt jede/r den ihr/ihm angemessenen Raum?
Ihr



