272Zeitschrift Gottesdienst
Ausgabe 19/2026

Inhalt

 

  • Leit­ar­ti­kel: Lit­ur­gi­sche Lai­en­diens­te. Auf einer Mün­che­ner Tagung tausch­ten sich Wis­sen­schaft und Pra­xis über Refor­men aus, deren Umset­zung bis heu­te ein Desi­de­rat ist
  • „Chris­tus wird gebo­ren – rüh­met ihn!“ Akzen­te des byzan­ti­ni­schen Kir­chen­jah­res – Teil 2: Die Zeit der Vor­be­rei­tung auf Weihnachten
  • Ein Licht für die Welt. Andacht am Gedenk­tag des hei­li­gen Mar­tin von Tours (11. November)
  • Für­bit­ten­vor­schlä­ge für den 1. bis 3. Advents­sonn­tag (B)
  • „Doch du bist hei­lig, der du wohnst unter den Lob­ge­sän­gen Isra­els“. Die Ver­bin­dung von Lob­preis und Got­tes­ge­gen­wart als Deu­te­fo­lie für Praise-&-Worship-Songs
  • Afri­ka­ni­sche Liturgiker/innen bera­ten über Musik und Tanz
  • Leser­brie­fe

 

Editorial 19/2026

 

Lie­be Lese­rin­nen und Leser,

im Got­tes­dienst über­neh­men vie­le Men­schen beson­de­re Auf­ga­ben: Lek­to­rin­nen und Lek­to­ren, Minis­tran­tin­nen und Minis­tran­ten, Kan­to­rin­nen und Kan­to­ren, Kom­mu­ni­on­hel­fe­rin­nen und Kom­mu­ni­on­hel­fer, Musi­ke­rin­nen und Musi­ker usw. – das ist mehr als eine prak­ti­sche Arbeitsteilung!
Die Viel­falt der lit­ur­gi­schen Diens­te ent­spricht dem Ver­ständ­nis des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils von der Lit­ur­gie als Fei­er der gan­zen ver­sam­mel­ten Gemein­de. Jeder soll „nur das und all das tun, was ihm aus der Natur der Sache und gemäß den lit­ur­gi­schen Regeln zukommt“, heißt es in der Lit­ur­gie­kon­sti­tu­ti­on (SC 28). Täti­ge Teil­nah­me bedeu­tet also gera­de nicht, dass mög­lichst vie­le irgend­et­was tun. Sie bedeu­tet, dass den unter­schied­li­chen Diens­ten qua­li­fi­zier­te Auf­ga­ben zukommen.
Das ist auch eine Anfra­ge an unser Ver­ständ­nis von Gemein­de. Lit­ur­gie wird nicht von weni­gen Per­so­nen im Altar­raum „gemacht“, wäh­rend die ande­ren zuschau­en. Die ver­sam­mel­te Gemein­de selbst ist Trä­ge­rin der Fei­er. Wer einen lit­ur­gi­schen Dienst über­nimmt, trägt dazu bei, dass die Kir­che als das gan­ze Volk Got­tes sicht­bar und erfahr­bar wird.
Viel­leicht lohnt es sich, unse­re Got­tes­diens­te gele­gent­lich unter genau die­sem Gesichts­punkt anzu­schau­en: Sind dort wirk­lich die ver­schie­de­nen Gaben der Gemein­de ver­sam­melt – und bekommt jede/r den ihr/ihm ange­mes­se­nen Raum?

Ihr

DEUTSCHES LITURGISCHES INSTITUT
Weberbach 72 a, D-54290 Trier, Telefon: +49-651-94808-0
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