156Zeitschrift Gottesdienst
Ausgabe 2/2026

Inhalt

 

  • Leit­ar­ti­kel: Aus­lauf­mo­dell oder zukunfts­fä­hig? Der Sonn­tag in Zei­ten pas­to­ra­ler Veränderung
  • Ein Kern­auf­trag der Kir­che. Papst Leo XIV. macht sich für lit­ur­gi­sche Bil­dung stark
  • Bla­si­us­segen. Ein Modell für den 3. Febru­ar – zur Erpro­bung für ein neu­es deutsch­spra­chi­ges Bene­dik­tio­na­le (frei zugäng­lich über die Web­site der Zeit­schrift Got­tes­dienst)
  • Für­bit­ten­vor­schlä­ge für den Ascher­mitt­woch bis zum 3. Sonn­tag der Fas­ten­zeit (A)
  • Got­tes­diens­te lebens­nah gestal­ten. Das „Vier-Fak­to­ren-Modell“ kann die Lebens­re­le­vanz von Got­tes­diens­ten stärken
  • „Herz­lich will­kom­men zu unse­rer Abendandacht …“

 

Editorial 2/2026

 

Lie­be Lese­rin­nen und Leser,

für alle, die dabei gewe­sen sind, war es ein ein­drück­li­cher Moment, als Papst Leo XIV. im Novem­ber über die Not­wen­dig­keit von Lit­ur­gi­scher Bil­dung für die Kir­che sprach. Er nann­te sogar ganz kon­kre­te Punk­te wie den guten Vor­trag einer Lesung, das Sin­gen des Ant­wort­psalms und das For­mu­lie­ren von Für­bit­ten. Der Papst erin­ner­te dar­an, dass eine sorg­fäl­ti­ge Vor­be­rei­tung und die Qua­li­tät der Fei­er über­all ein vor­ran­gi­ges Anlie­gen sein müssen.
Die Her­aus­for­de­run­gen in die­ser Hin­sicht schei­nen in den Orts­kir­chen recht ähn­lich zu sein. Bei dem Kurs für diö­ze­sa­ne Lit­ur­gie­be­auf­trag­te, zu dem das Päpst­li­che Lit­ur­gi­sche Insti­tut auf den Aven­tin ein­ge­la­den hat­te, zeig­ten sich aber auch einer­seits deut­li­che Unter­schie­de, ande­rer­seits uner­war­te­te Gemein­sam­kei­ten zwi­schen den Teil­kir­chen. Anders als nörd­lich der Alpen scheint in Ita­li­en und Spa­ni­en neben dem got­tes­dienst­li­chen Leben die tra­di­tio­nel­le Volks­fröm­mig­keit noch recht stark ver­wur­zelt zu sein.
Wenn es dage­gen um die Über­nah­me von Ver­ant­wor­tung durch Lai­en geht, ähnelt eher die Situa­ti­on in Bra­si­li­en der uns­ri­gen. Und im Blick auf die Fei­er von öku­me­ni­schen Got­tes­diens­ten glei­chen die Fra­gen der deutsch­spra­chi­gen Län­der denen der Katho­li­ken in Südafrika.
Das unab­ding­ba­re Zuein­an­der von Ein­heit und Viel­falt zeigt sich ja gera­de in der Lit­ur­gie. Dies ver­ant­wort­lich zu gestal­ten, ist Auf­ga­be vor Ort, die Span­nung aus­zu­hal­ten, oft­mals eine Her­aus­for­de­rung für die Ver­ant­wort­li­chen in Rom.

Ihr

Mari­us Linnenborn

DEUTSCHES LITURGISCHES INSTITUT
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