138Zeitschrift Gottesdienst
Ausgabe 22/2018

Inhalt
  • Leit­ar­ti­kel: „Das Volk Got­tes nicht aus­ste­chen“. Kle­ri­ka­lis­mus in der Lit­ur­gie
  • Für die Toten und die Leben­den. Eucha­ris­tie­fei­ern „für“ Ver­stor­be­ne
  • Für­bit­ten zum Gebet für Betrof­fe­ne von sexu­el­lem Miss­brauch – eini­ge Vor­schlä­ge
  • Für­bit­ten­vor­schlä­ge für das Fest der Hei­li­gen Fami­lie (C) und für das Hoch­fest der Got­tes­mut­ter Maria – Neu­jahr
  • Ein­füh­run­gen zu den Schrift­le­sun­gen: Von Weih­nach­ten – Am Mor­gen bis zum Hoch­fest der Erschei­nung des Herrn
  • „Nun sin­ge Lob, du Chris­ten­heit“. Anlie­gen und blei­ben­de Auf­ga­ben des All­ge­mei­nen Cäci­li­en-Ver­ban­des für Deutsch­land (ACV)

 

Editorial 22/2018

 

Lie­be Lese­rin­nen und Leser,

regel­mä­ßig erhält unse­re Redak­ti­on Leser­zu­schrif­ten, die aus Beschwer­den über die eige­ne lit­ur­gi­sche Pra­xis in der Hei­mat­ge­mein­de bestehen – meist als Reak­ti­on auf Bei­trä­ge in der jeweils aktu­el­len Aus­ga­be von „Got­tes­dienst“. Nicht sel­ten äußern die Ver­fas­ser/-innen der Zuschrif­ten die Bit­te, ihren Namen bei einem even­tu­el­len Abdruck der Zuschrift nicht zu erwäh­nen, weil sie – oft­mals mit Recht! – befürch­ten, der Pries­ter, von des­sen lit­ur­gie­wid­ri­gem Ver­hal­ten sie berich­ten, könn­te Kri­tik schlecht ver­tra­gen oder sogar tyran­nisch reagie­ren.
Wie viel muss bereits in der Gemein­de vor Ort schief gelau­fen sein, bis es soweit gekom­men ist? Ich respek­tie­re natür­lich die­se Wün­sche nach Anony­mi­tät – nie­mand soll das Gefühl bekom­men, in die­ser Zeit­schrift öffent­lich denun­ziert zu wer­den. Trotz­dem: Wer Vor­ste­her bzw. Leiter/in einer got­tes­dienst­li­chen Fei­er ist, soll­te auch mit kri­ti­schen Stim­men umge­hen kön­nen. Es müss­te selbst­ver­ständ­lich sein, Kri­tik als Anfra­ge an ein objek­ti­ves Tun oder Gesche­hen hin­zu­neh­men und dar­in nicht einen Angriff auf die eige­ne Per­son zu sehen.
Das erleich­tert den eige­nen Umgang damit und auch die Kor­rek­tur. Es sind oft Klei­nig­kei­ten, die zu ändern nur einen klei­nen Auf­wand erfor­dern im Ver­gleich zu dem Gewinn, der dadurch zu erzie­len ist. Letzt­lich schützt die Offen­heit, kri­ti­schen Anfra­gen respekt­voll und kon­struk­tiv zu begeg­nen, davor, in eine kle­ri­ka­lis­ti­sche Hal­tung abzu­drif­ten.

Ihr
Unterschrift Uder

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