142Zeitschrift Gottesdienst
Ausgabe 22/2019

Inhalt

  • Leit­ar­ti­kel: Das Stun­den­buch wei­ter­den­ken. Ansät­ze für eine not­wen­di­ge Reform
  • Eine neue Epo­che für die Kir­che. Vor 50 Jah­ren: Papst Paul VI. über die erneu­er­te Mess­ord­nung
  • Wie „Schwes­tern und Brü­der“ zu Schwes­tern und Brü­dern wer­den. Übung zu den Ein­lei­tungs­for­meln der Pau­lus­le­sun­gen
  • Für­bit­ten­vor­schlä­ge für das Hoch­fest der Got­tes­mut­ter Maria – Neu­jahr bis zum 2. Sonn­tag nach Weih­nach­ten
  • Ein­füh­run­gen zu den Schrift­le­sun­gen: Hei­li­ge Fami­lie (A) bis 2. Sonn­tag im Jah­res­kreis (A)
  • Wider die Geschwät­zig­keit. Mit weni­gen Wor­ten in die Fei­er ein­füh­ren

 

Editorial 22/2019

Lie­be Lese­rin­nen und Leser,

„Man nimmt es mit Freu­de in die Hand, das klei­ne, 480 Sei­ten dün­ne Bänd­chen, das sorg­fäl­tig gedruck­te und geschmack­voll und solid gebun­de­ne Klei­ne Stun­den­buch“, schrieb der Lit­ur­gie­wis­sen­schaft­ler Rupert Ber­ger 1981 in die­ser Zeit­schrift (vgl. Gd 22/1981). Gera­de war der ers­te Band des „Klei­nen Stun­den­buchs“ („Im Jah­res­kreis“) erschie­nen; die drei Fort­set­zungs­tei­le soll­ten in den kom­men­den Jah­ren fol­gen.
Bereits damals wur­de das erst kurz zuvor (1978–1980) erschie­ne­ne offi­zi­el­le deutsch­spra­chi­ge Stun­den­buch als zu kom­pli­ziert emp­fun­den, um das Stun­den­ge­bet als Gebet mög­lichst aller Glie­der des Her­ren­lei­bes wie­der­zu­be­le­ben. Das „Klei­ne Stun­den­buch“ ermög­lich­te es zumin­dest Men­schen mit weni­gen lit­ur­gi­schen Vor­kennt­nis­sen, das Mor­gen-, Abend- und Nacht­ge­bet der Kir­che zu pfle­gen – und sogar Invi­ta­to­ri­um, Leseho­re und die Klei­nen Horen fan­den in begrenz­tem Umgang Berück­sich­ti­gung. Bis heu­te gelingt es dem „Klei­nen Stun­den­buch“, das seit eini­gen Jah­ren sogar als App für das Smart­pho­ne vor­liegt, „tie­fe­re Schich­ten des Beters anzu­rüh­ren, mit sei­nem Leben in Reso­nanz zu tre­ten“ (Ber­ger).
Den­noch soll­te nach fast einem hal­ben Jahr­hun­dert über­legt wer­den, ob nicht dem „gro­ßen“ Stun­den­buch selbst – immer­hin drei dicke Bän­de und 16 Lek­tio­nar­fas­zi­kel! – eine Ver­schlan­kung gut­tun wür­de, damit alle Bete­rin­nen und Beter einen leich­te­ren Zugang auch zur Voll­form die­ser täg­li­chen Fei­er des Pascha­mys­te­ri­ums fin­den kön­nen.

 Ihr
Unterschrift Uder

DEUTSCHES LITURGISCHES INSTITUT
Weberbach 72 a, D-54290 Trier, Telefon: +49-651-94808-0
Fax: +49-651-94808-33, eMail: dli@liturgie.de