290Zeitschrift Gottesdienst
Ausgabe 6–7/2026

Inhalt

 

  • Leit­ar­ti­kel: „Ein ein­zi­ges The­ma“. Wie aus der Reform der Oster­vi­gil vor 75 Jah­ren ein neu­es Ver­ständ­nis von Fei­er und Teil­nah­me erwuchs
  • Ein öster­li­cher Volks­brauch. Wie prägt die Dar­stel­lung des „Hei­li­gen Gra­bes“ die Zeit von Kar­frei­tag bis Ostern?
  • Wal­ter von Arx 90 Jahre
  • Zwi­schen Nove­ne und Orgel­zy­klus. Lit­ur­gi­sche Viel­falt jen­seits eines lan­gen Wochenendes
  • Seg­nung von Kran­ken. Ein Modell zur Erpro­bung für ein neu­es deutsch­spra­chi­ges Bene­dik­tio­na­le
  • Gaben­gang am Grün­don­ners­tag in Mes­se und WGF
  • Dabei­blei­ben. Eine Ölber­g­an­dacht am Gründonnerstagabend
  • Für­bit­ten­vor­schlä­ge für den 2. Sonn­tag der Oster­zeit (A) bis zum Hoch­fest Chris­ti Him­mel­fahrt (A)
  • Ein­füh­run­gen zu den Schrift­le­sun­gen: 3. bis 7. Sonn­tag der Oster­zeit (A)
  • Kind­ge­recht beten. Eine neue Samm­lung von Ora­tio­nen für Got­tes­diens­te mit Kindern
  • In Erar­bei­tung: „Jubi­la­te“. Das Pro­jekt „Jubi­la­te – Chan­ce Kir­chen­ge­sang“ setzt auf Buch und neue Gesangsmedien
  • Das gro­ße Gan­ze im Blick. Wel­che Bedeu­tung haben Beich­te, Umkehr und Ver­söh­nung heu­te noch?
  • Hl. John Hen­ry New­man jetzt im Generalkalender

 

Editorial 6–7/2026

 

Lie­be Lese­rin­nen und Leser,

es lässt auf­hor­chen, wenn die Berich­te über einen „Tauf-Boom“ unter jun­gen Erwach­se­nen und über „über­füll­te“ Ascher­mitt­wochs­got­tes­diens­te in Frank­reich, der West­schweiz, Bel­gi­en und ande­ren west­eu­ro­päi­schen Län­dern von 2025 (vgl. Gd 11/2025, S. 120) auch ein Jahr spä­ter noch nach­wir­ken. Nach­dem vie­le das Phä­no­men zunächst für eine Moment­auf­nah­me hiel­ten, stellt sich nun erneut die Fra­ge, ob sich hier eine nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung abzeich­net – und ob sie inzwi­schen auch den deutsch­spra­chi­gen Raum erreicht hat.
Wenn Jugend­li­che gezielt das Aschen­kreuz suchen, jun­ge Erwach­se­ne ein neu­es Inter­es­se für die Sakra­men­te ent­wi­ckeln und Got­tes­diens­te an beson­de­ren Fest­ta­gen auf wach­sen­des Inter­es­se sto­ßen, muss man fra­gen: Was genau zieht die­se Men­schen heu­te in die Lit­ur­gie – und wel­che Ver­ant­wor­tung erwächst dar­aus für ihre Gestaltung?
Offen­kun­dig sind es nicht in ers­ter Linie Tex­te und Wor­te, son­dern die Spra­che der Zei­chen, die berührt: Was­ser, Asche, Licht, Far­ben … In einer ver­un­si­chern­den Welt gewin­nen sol­che ele­men­ta­ren Sym­bo­le neue Bedeu­tung. Gera­de die Fas­ten- und Oster­zeit, beson­ders das Oster­tri­du­um, for­dern hier beson­de­re Sorgfalt.
Wenn das wach­sen­de Inter­es­se an Tau­fe und öster­li­cher Lit­ur­gie anhält, soll­te dies Anlass sein, die sym­bo­li­sche Dimen­si­on der Lit­ur­gie neu ernst zu neh­men und ihre Zeichen(-handlungen) ver­ant­wor­tungs­voll zu gestalten.

Ihr

DEUTSCHES LITURGISCHES INSTITUT
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