140Unser Liedanzeiger

Ein Brief an den Liedanzeiger – Praktische Tipps zum Einsatz des Liedanzeigers in der Liturgie

Lie­ber Lied­an­zei­ger!

  1. Du bist wich­tig, damit alle den Got­tes­dienst sin­gend und betend mit­fei­ern kön­nen.
  2. Erleich­te­re die Mit­fei­er der Gemein­de und stö­re sie nicht!
  3. Sei dei­ner Wir­kung bewusst: wenn du auf­leuch­test, begin­nen alle zu blät­tern! Des­halb darfst du nicht auf­leuch­ten, solan­ge jemand betet, etwas vor­trägt oder allei­ne singt!
  4. Zei­ge nur die Num­mern an, die von allen gesun­gen wer­den. Der Kan­tor und die Kan­to­rin fin­den ihre Gesangs­tei­le allei­ne. Auch bekann­te Kehr­ver­se und Hal­le­lu­ja­ver­se brauchst du nicht anzu­zei­gen.
  5. Die Gemein­de braucht Zeit zum Auf­schla­gen. Wenn daher die Orgel durch ein Vor­spiel ein­lei­tet oder der Kan­tor und die Kan­to­rin eine Wei­le vor dem Anstim­men des Gesan­ges war­ten, kön­nen alle gleich von Anfang an mit­sin­gen.
  6. Zei­ge zusätz­lich zur Lied­num­mer auch die Stro­phe 1 an, wenn die Stro­phen nicht in fort­lau­fen­der Rei­he gesun­gen wer­den (z. B. 1. und 3. und 6. Stro­phe).
  7. Du kannst nach Anfang der zwei­ten Stro­phe erlö­schen, falls nicht wei­te­re Stro­phen außer­halb der Rei­he fol­gen.
  8. Bei der Mess­fei­er bzw. Wort-Got­tes-Fei­er beach­te:
  • Das Ein­gangs­lied zei­ge schon vor Got­tes­dienst­be­ginn an. Dann kön­nen es alle recht­zei­tig auf­schla­gen und viel­leicht schon den Text beden­ken. Anschlie­ßend zei­ge es noch­mals zu Beginn des Ein­zugs an.
  • Wenn das Kyrie gesun­gen wird, zei­ge die Num­mer erst an, wenn Ein­füh­rung, Schuld­be­kennt­nis und Ver­ge­bungs­bit­te gespro­chen sind.
  • Zei­ge die Num­mer zum Glo­ria erst an, wenn Ver­ge­bungs­bit­te und Kyrie been­det sind.
  • Lass nach den Lesun­gen den Gläu­bi­gen noch eine kur­ze Wei­le Zeit, das Gehör­te auf­zu­neh­men. Zei­ge dann erst die Num­mer des Ant­wort­ge­san­ges an. Auf kei­nen Fall darfst du auf­leuch­ten, solan­ge Got­tes Wort ver­kün­det wird.
  • Es ist gut, nach der Predigt/Ansprache eine kur­ze Zeit der Stil­le zu hal­ten. Leuch­te zum Cre­do erst auf, wenn der Vor­ste­her oder die Vor­ste­he­rin ein Zei­chen gibt (z. B. Kopf­he­ben, das Buch zur Hand neh­men oder vom Platz auf­ste­hen).
  • Das Lied zur Gaben­be­rei­tung zei­ge nach Ende der Für­bit­ten an.
  • Das Sanc­tus­lied muss vor der Prä­fa­ti­on ange­zeigt wer­den. Der Pries­ter war­tet des­halb vor oder nach dem Gaben­ge­bet, bis alle ihr Buch auf­ge­schla­gen haben.
  • Zei­ge das Lied zum Agnus Dei erst nach dem Frie­dens­gruß an.
  • Den Gesang zur Kom­mu­ni­on zei­ge zu Beginn des Kom­mu­ni­ongan­ges an.
  • Ist nach der Kom­mu­ni­ons­til­le eine Num­mer anzu­zei­gen, war­te auf ein Zei­chen des Vor­ste­hers oder der Vor­ste­he­rin.
  • Soll­te ein Schluss­ge­sang fol­gen, zei­ge die­sen erst nach dem Ent­las­sungs­ruf an.

Dan­ke, lie­ber Lied­an­zei­ger!

 

Quel­le: Pas­to­ra­le Hand­rei­chung. Lied­vor­schlä­ge für das Bis­tums Trier

Sie­he auch:
Hein­rich Ren­nings: Lie­ber Lied­an­zei­ger. Brief eines Betrof­fe­nen, in: Pra­xis Got­tes­dienst, Nr. 7/2004, S. 4.
Dr. Flo­ri­an Klu­ger: Der Lied­an­zei­ger und die täti­ge Teil­nah­me, in: Got­tes­dienst, Nr. 10/2013, S. 88.

Down­load (PDF): Ein Brief an den Lied­an­zei­ger

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