Die entscheidende Vorstufe der Liturgiereform

Enzy­kli­ka Media­tor Dei vom 20. Novem­ber 1947

Papst Pius XII. gab den ent­schei­den­den Anstoß zur Lit­ur­gie­re­form des Zwei­ten Vati­ka­n­ums – mit sei­ner Enzy­kli­ka Media­tor Dei.

„Die Enzy­kli­ka ist ein Wen­de­punkt in der Beur­tei­lung des­sen, was kirch­li­cher­seits unter Lit­ur­gie zu ver­ste­hen ist“, sagt der Bon­ner Lit­ur­gie­wis­sen­schaft­ler Albert Ger­hards.

Noch im Erschei­nungs­jahr der Enzy­kli­ka wur­de in Trier am 17. Dezem­ber 1947 das Lit­ur­gi­sche Insti­tut gegrün­det. Die Grün­dung einer sol­chen Arbeits­stel­le hat­ten die Ver­tre­ter der Lit­ur­gi­schen Bewe­gung schon zuvor im Sinn. Die Enzy­kli­ka sei, so der heu­ti­ge Lei­ter des Deut­schen Lit­ur­gi­schen Insti­tuts, als „päpst­li­che Ermu­ti­gung und Bestä­ti­gung ihrer Anlie­gen“ ver­stan­den wor­den, um letzt­lich die­sen Gedan­ken kon­kret umzu­set­zen.

 

Zur Ver­öf­fent­li­chung der Enzy­kli­ka Media­tor Dei vor 70 Jah­ren hat Bischof Ste­phan Acker­mann, Vor­sit­zen­der der Lit­ur­gie­kom­mis­si­on der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz (DBK) und Ers­ter Vor­sit­zen­der des Deut­schen Lit­ur­gi­schen Insti­tuts, gegen­über katholisch.de fol­gen­des State­ment abge­ge­ben:

„Die Enzy­kli­ka Media­tor Dei von Papst Pius XII. war ein Mei­len­stein auf dem Weg der lit­ur­gi­schen Erneue­rung der Kir­che. Sie war vor­be­rei­tet durch die Lit­ur­gi­sche Bewe­gung, die vor allem auch in Deutsch­land stark war. Wesent­li­che Gesichts­punk­te, die dann spä­ter in der Lit­ur­gie­kon­sti­tu­ti­on des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils for­mu­liert wor­den sind, wer­den hier schon zur Spra­che gebracht: die täti­ge Teil­nah­me der Gläu­bi­gen an der Lit­ur­gie, die Ver­wen­dung der Mut­ter­spra­che oder die Kom­mu­ni­on der Gläu­bi­gen wäh­rend der Mes­se. Media­tor Dei hat die Erkennt­nis auf­ge­grif­fen, dass die Kir­che ein leben­di­ger Orga­nis­mus ist, der sich bestän­dig erneu­ert und auch nach neu­en For­men sucht. So ist auch die Lit­ur­gie etwas Leben­di­ges, das wei­ter wächst und sich ent­fal­tet. Das galt damals und das gilt auch heu­te. Das zei­gen die jüngs­ten lit­ur­gie­recht­li­chen Rege­lun­gen, die Papst Fran­zis­kus getrof­fen hat. Anders als noch Media­tor Dei das for­mu­liert, über­trägt er lit­ur­gi­sche Zustän­dig­kei­ten an die natio­na­len Bischofs­kon­fe­ren­zen, um den unter­schied­li­chen Situa­tio­nen der Orts­kir­chen bes­ser gerecht wer­den zu kön­nen.“

 

Zum voll­stän­di­gen Arti­kel bei katholisch.de:

Der Grund­stein für den heu­ti­gen Got­tes­dienst

 

 

 

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