Präfation zum Fest der Hl. Maria Magdalena

Bild: Martin Schongauer, „Noli me tangere“ (1485). shop.liturgie.de

Der Gedenk­tag der hei­li­gen Maria Mag­da­le­na wur­de im Juni 2016 in den Rang eines Fes­tes erho­ben.

Papst Fran­zis­kus ehr­te damit die Frau, die als ers­ter Mensch über­haupt – noch vor den Apos­teln – dem auf­er­stan­de­nen Chris­tus begeg­ne­te und sei­ne Auf­er­ste­hung bezeug­te.

Die deut­sche Über­set­zung der Prä­fa­ti­on zum Fest wur­de inzwi­schen von den deutsch­spra­chi­gen Bischofs­kon­fe­ren­zen appro­biert und von Rom kon­fir­miert und erscheint somit recht­zei­tig zum Fest am 22. Juli 2019.

 

Abb.: Mar­tin Schon­gau­er, „Noli me tan­ge­re“ (1485)

 

Prä­fa­ti­on: Die Apos­te­lin der Apos­tel

In Wahr­heit ist es wür­dig und recht,

dir, all­mäch­ti­ger Vater,

für dei­ne Barm­her­zig­keit zu dan­ken,

die nicht gerin­ger ist als dei­ne Macht,

und dich in allem zu prei­sen durch unse­ren Herrn Jesus Chris­tus.

Denn im Gar­ten hat er sich Maria Mag­da­le­na am Oster­tag offen­bart,

die ihn so sehr geliebt hat, als er auf Erden leb­te.

Sie sah ihn ster­ben am Kreuz,

sie such­te ihn im Grab,

als ers­te bete­te sie ihn an,

als er von den Toten erstan­den war.

Er aber hat sie aus­ge­zeich­net

als Apos­te­lin für die Apos­tel,

damit die fro­he Bot­schaft vom neu­en Leben sich aus­brei­te

bis an die Enden der Erde.

Dar­um, o Herr, prei­sen wir dich mit allen Engeln und Hei­li­gen

und sin­gen voll Freu­de das Lob dei­ner Herr­lich­keit:

 

Hei­lig, hei­lig, hei­lig…

 

 

* * *

 

Die Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz, die Öster­rei­chi­sche Bischofs­kon­fe­renz und die Schwei­zer Bischofs­kon­fe­renz appro­bier­ten im Früh­jahr 2018 die deut­sche Über­set­zung der Prä­fa­ti­on für das Fest der hei­li­gen Apos­te­lin Maria Mag­da­le­na (22. Juli).

Mit­te Juli 2018 wur­de die Kon­fir­mie­rung der Tex­te durch die Kon­gre­ga­ti­on für den Got­tes­dienst und die Sakra­men­ten­ord­nung den Bischofs­kon­fe­ren­zen zuge­stellt; kon­fir­miert für Deutsch­land am 14. Juni 2018 (Prot.-Nr. 168/18), für Öster­reich am 23. Juni 2018 (Prot. Nr. 264/18), für die Schweiz am 26. Juni 2018 (Prot. Nr. 275/18).

 

Im Jahr 2018 wird das Fest der Hl. Maria Mag­da­le­na nicht lit­ur­gisch began­gen, da der Fest­tag, der 22. Juli 2018, ein Sonn­tag ist.

„Am ers­ten Tag jeder Woche, der Tag des Herrn oder Sonn­tag genannt wird, fei­ert die Kir­che gemäß apos­to­li­scher Über­lie­fe­rung, die auf den Auf­er­ste­hungs­tag Chris­ti selbst zurück­geht, das Pascha-Mys­te­ri­um. Des­halb gilt der Her­ren­tag als der Urfei­er­tag. Wegen die­ser beson­de­ren Bedeu­tung kann nur ein Hoch­fest oder ein Her­ren­fest an die Stel­le der Fei­er des Sonn­tags tre­ten.“ (Grund­ord­nung des Kir­chen­jah­res, Nr. 4 f.)

Ledig­lich Eigen-Hoch­fes­te (wie bei­spiels­wei­se das Hoch­fest des Haupt­pa­trons eines Ortes oder einer Stadt oder das Hoch­fest der Wei­he einer Kir­che bzw. des Jah­res­ta­ges der Wei­he der betref­fen­den Kir­che) haben einen höhe­ren Rang als der Sonn­tag im Jah­res­kreis. (Vgl. Grund­ord­nung des Kir­chen­jah­res, Nr. 59)

 

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