132Zeitschrift Gottesdienst
Ausgabe 11/2017

Inhalt

  • Leit­ar­ti­kel: Gott ist, wo du bist. Got­tes­diens­te im Senio­ren­heim fei­ern
  • Ange­kom­men und ange­nom­men. Ein Kriegs­flücht­ling als Mes­ner
  • Für­bit­ten­vor­schlä­ge für den 13. bis 16. Sonn­tag im Jah­res­kreis (A)
  • Ver­wand­lung des All­tags. Mat­thi­as Sell­mann im Deutsch­land­funk zum Got­tes­dienst

 

Editorial 11/2017

 

Lie­be Lese­rin­nen und Leser,

„Guten Tag, ich möch­te mal ger­ne die Mei­nung eines ech­ten ‚Lit­ur­gie­ex­per­ten’ hören…“ – als Redak­teur einer Zeit­schrift, die „Got­tes­dienst“ heißt, gilt man auto­ma­tisch als „Lit­ur­gie­ex­per­te“ und ist damit ein gefrag­ter Mann: Wild­frem­de Men­schen tre­ten fast täg­lich mit inter­es­san­ten, teil­wei­se auch kurio­sen Fra­gen zum wei­ten Feld der Lit­ur­gie auf einen zu, möch­ten his­to­ri­sche Hin­ter­grün­de zu bestimm­ten got­tes­dienst­li­chen Ele­men­ten erfah­ren oder viel­leicht auch einen Rat erhal­ten, was sie in Zukunft an ihrer eige­nen lit­ur­gi­schen Pra­xis ver­bes­sern könn­ten. Für den bzw. die Fragesteller/in ist es dabei oft­mals wich­tig, dass der „Lit­ur­gie­ex­per­te“ einen Beleg aus einem kir­chen­amt­li­chen Doku­ment nennt, denn: Sicher ist sicher! Es gehört ohne Zwei­fel zu den schöns­ten Momen­ten im Redak­ti­ons­all­tag, sol­chen Men­schen wei­ter­hel­fen zu kön­nen.
Es gibt aber auch die Schat­ten­sei­ten: Wenn Leu­te anru­fen oder schrei­ben und sich über lit­ur­gi­sche „Miss­bräu­che“ ihres Pfar­rers oder haupt­amt­li­cher Lai­en aus­las­sen und dann auf den Rat, sie möch­ten doch zunächst mit dem Betref­fen­den über das (angeb­li­che oder wirk­li­che) Fehl­ver­hal­ten spre­chen, die pau­scha­le Ant­wort geben, mit ihm oder ihr sei nicht zu reden. Mehr noch: Man möch­te doch jetzt bit­te Para­gra­phen und Num­mern mit Ver­bo­ten erfra­gen, mit denen man „zuschla­gen“ kön­nen. Dies macht den „Lit­ur­gie­ex­per­ten“ trau­rig, denn nur in den sel­tens­ten Fäl­len wird solch ein auf dem Rücken der Lit­ur­gie aus­ge­tra­ge­nes Vor­ge­hen zum erhoff­ten Erfolg füh­ren.
Ein/e gute/r Seelsorger/in wür­de in die­sen Fäl­len wahr­schein­lich mehr bewir­ken kön­nen als ein „Lit­ur­gie­ex­per­te“.

Ihr
Unterschrift Uder

DEUTSCHES LITURGISCHES INSTITUT
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