Zeitschrift Gottesdienst

An wen rich­tet sich GOTTESDIENST? Was bie­tet die Zeit­schrift? Wie oft erscheint sie? Wer gibt sie her­aus? Wer berät die Redak­ti­on? +

Wie viel kos­tet ein GOT­TES­DIENST-Abo? Wie sieht eine GOT­TES­DIENST-Aus­ga­be aus? Kann ich Pro­be­ex­em­pla­re bestel­len? Wo kann ich GOTTESDIENST abon­nie­ren? Wie lau­ten die biblio­gra­fi­schen Daten? +

Wer arbei­tet in der Redak­ti­on? Wie kann ich sie errei­chen? +

Hier fin­den Sie die Gesamt­re­gis­ter der zurück­lie­gen­den Jahr­gän­ge seit dem Jahr 2000 als PDF-Datei­en zum Her­un­ter­la­den. +

Die Debat­te, ob in der der­zei­ti­gen Pan­de­mie-Situa­ti­on „Prä­senz­got­tes­diens­te“ statt­fin­den kön­nen, hat auf katho­li­scher wie evan­ge­li­scher Sei­te zu unter­schied­li­chen Kon­se­quen­zen geführt. Die Dis­kus­si­on ent­wi­ckel­te eine Dyna­mik, die unter ver­schie­de­nen Aspek­ten Druck und Erwar­tun­gen ent­fal­te­te. Auf­grund des­sen blie­ben selbst am Hei­li­gen Abend vie­ler­orts die ange­mel­de­ten Plät­ze unge­nutzt. +

In die­sem Jahr wird bereits zum zwei­ten Mal der „Sonn­tag des Wor­tes Got­tes“ began­gen. Er wur­de bewusst in die Nähe der Gebets­wo­che für die Ein­heit der Chris­ten und des „Tags des Juden­tums“ gelegt, aber nicht weni­ger bedeut­sam ist das Anlie­gen, durch die­sen Sonn­tag die Fei­er, die Betrach­tung und die Ver­brei­tung des Wor­tes Got­tes zu för­dern. +

Dass immer mehr Lai­en Ver­ant­wor­tung für Gemein­de­got­tes­diens­te über­neh­men (müs­sen), stellt mitt­ler­wei­le eine Tat­sa­che dar, die nie­mand mehr über­rascht oder hin­ter­fragt. Ein Pro­blem bleibt jedoch die erfor­der­li­che Aus­bil­dung +

Wie wer­den die Mit­wir­kungs­gre­mi­en in den Pfar­rei­en in Ent­schei­dun­gen zu not­wen­di­gen Ein­schrän­kun­gen oder auch bei mög­li­chen Locke­run­gen ein­be­zo­gen? Oder schlägt auch hier allein die Stun­de des Pfar­rers?
Die Rah­men­ord­nun­gen der Bun­des­län­der und der Diö­ze­sen las­sen oft man­che Spiel­räu­me offen. +

Der Blick auf die täg­li­che Coro­na-Sta­tis­tik ver­heißt nichts Gutes. Was bedeu­tet das für unse­re Got­tes­diens­te? Wird nach Ostern viel­leicht sogar Weih­nach­ten unter Aus­schluss der Öffent­lich­keit gefei­ert wer­den müs­sen? +

Dass eine Gemein­de ihre Hei­li­gen Drei Köni­ge aus der Weih­nachts­krip­pe ent­fer­nen möch­te, weil sie aus anti­ras­sis­ti­schen Grün­den kei­nen „schwar­zen“ König mehr auf­stel­len möch­te, hat auch viel Unver­ständ­nis aus­ge­löst. Aber han­delt es sich dabei wirk­lich um eine Unter­wer­fung unter die angeb­li­che „Poli­ti­cal Cor­rec­t­ness“? +

Der Regens­bur­ger Bischof hat Ende Sep­tem­ber einen „Ermu­ti­gungs­brief“ an alle Pfar­rei­en sei­nes Bis­tums geschickt – das bestim­men­de The­ma des Brie­fes ist sehr kon­kret: die Lit­ur­gie. Der Grund­te­nor lau­tet: Es gibt „kei­nen Grund zum Jam­mern“! +

Kir­che lebt dort, wo Chris­tin­nen und Chris­ten zusam­men­kom­men, um mit­ein­an­der Got­tes Wort zu hören und dar­auf im Gebet zu ant­wor­ten – dage­gen hat man bei Struk­tur­re­for­men den Ein­druck, es gehe vor­nehm­lich nur um eine mög­lichst sinn­vol­le Ver­tei­lung der bis­he­ri­gen Res­sour­cen auf die abneh­men­de Anzahl von Pries­tern +

Als sehr inspi­rie­rend erleb­te ich in einer Kir­che, dass die wegen der Coro­na-Pan­de­mie zur Ver­fü­gung ste­hen­den Sitz­plät­ze nicht ein­fach durch Kle­be­strei­fen oder far­bi­ge Punk­te mar­kiert waren, son­dern durch aus­ge­wähl­te Psalm­ver­se, die Ver­trau­en auf Gott, Hoff­nung und Zuver­sicht aus­drü­cken. +

„Die Gemein­de ver­sam­melt sich“, lau­tet der ers­te Satz der „Fei­er der Gemein­de­mes­se“. Doch was bedeu­tet das in den Zei­ten von Coro­na? Eigent­lich müss­te er eine Ergän­zung erfah­ren: „Die ein­zel­nen Got­tes­dienst­teil­neh­mer wer­den von Gemein­de­mit­glie­dern, die die ent­spre­chen­den Abstand­re­geln und Hygie­ne­vor­schrif­ten über­wa­chen, emp­fan­gen und an die mar­kier­ten Plät­ze gebracht.“ +

Als sei die Kir­che inmit­ten der Coro­na-Kri­se nicht schon gebeu­telt genug, war­tet die aktu­el­le kirch­li­che Sta­tis­tik der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz mit der nächs­ten Hiobs­bot­schaft auf: 2019 ist die Anzahl der Katho­li­kin­nen und Katho­li­ken so stark zurück­ge­gan­gen wie nie­mals zuvor. +

Inzwi­schen wer­den Pro­gno­sen erstellt, wie sich der mehr­wö­chi­ge Lock­down lang­fris­tig auf Wirt­schaft und Arbeits­markt, auf Schu­len und Kul­tur­trä­ger aus­wirkt. Auch im lit­ur­gi­schen Leben wer­den die Fol­gen wohl lan­ge zu spü­ren sein. Es wird man­che Anstren­gung nötig sein, um die Gemein­de wie­der zur ana­lo­gen Lit­ur­gie zu sam­meln. +

Was Lit­ur­gie­ver­ant­wort­li­che in die­sen Wochen leis­ten müs­sen, ist bemer­kens­wert: Zum einen müs­sen sie den staat­li­chen und kirch­li­chen Coro­na-Auf­la­gen gerecht wer­den, zum ande­ren sol­len Got­tes­diens­te natür­lich wei­ter­hin so gefei­ert wer­den, dass sie der Ver­herr­li­chung Got­tes und der Auf­er­bau­ung der Gläu­bi­gen die­nen. +

Da eine sorg­lo­se Nor­ma­li­tät für Got­tes­diens­te noch lan­ge nicht in Sicht ist, müs­sen wir uns also auch der Fra­ge stel­len, ob der gemein­sa­me Got­tes­dienst und ins­be­son­de­re die Fei­er der Eucha­ris­tie es uns wert sind, sie trotz der Ein­schrän­kun­gen und damit ver­bun­de­nen Schwie­rig­kei­ten zu fei­ern. +

Dass ich mich an die got­tes­dienst­li­che Situa­ti­on der letz­ten Wochen gewöhnt hät­te, kann ich wirk­lich nicht behaup­ten. +

Viel­fach wird in kirch­li­chen Medi­en auf das Ver­säum­nis der Kir­che und ins­be­son­de­re der Pfar­rei­en hin­ge­wie­sen, eine trag­fä­hi­ge digi­ta­le Infra­struk­tur auf­zu­bau­en. Es muss von den jewei­li­gen Verantwortungsträger/innen end­lich ernst­ge­nom­men wer­den, dass auch (außer­halb von Kri­sen­zei­ten) eine Pas­to­ral, die rein auf phy­si­sche Kon­tak­te aus­ge­rich­tet ist, nicht mehr „funk­tio­niert“. +

Vie­le bewegt die Fra­ge, wie sich ein vie­le Wochen lang dau­ern­der Ver­zicht auf got­tes­dienst­li­che Gemein­schaft lang­fris­tig für die Kir­che aus­wir­ken wird. Erlebt man, dass es ja auch ganz ohne geht? Oder spü­ren wir in die­ser Situa­ti­on umso stär­ker, dass die lit­ur­gi­sche Ver­samm­lung der Gemein­de für uns als Kir­che tat­säch­lich „sys­tem­re­le­vant“ ist? +

Vor eini­gen Jah­ren frag­te ein­mal ein jun­ger Mann nach Mate­ri­al für die im Deka­nat übli­che „Oster­nacht der Jugend“. „Aber es soll dies­mal etwas Beson­de­res sein“, sag­te er hoff­nungs­voll. +

Im deut­schen Sprach­ge­biet kön­nen wir uns über das Wort „Got­tes­dienst“ freu­en, weil es die dia­lo­gi­sche Struk­tur des Gesche­hens zum Aus­druck bringt und wei­ter reicht als der Begriff „Lit­ur­gie“ im Sin­ne des Kir­chen­rechts. +

Die im Leit­ar­ti­kel geschil­der­te Not­wen­dig­keit von ästhe­ti­schen, qua­li­täts­vol­len Got­tes­diens­ten kann nicht nur auf Sym­bo­le und Zei­chen­hand­lun­gen beschränkt wer­den, son­dern muss genau­so die lit­ur­gi­schen Räu­me und Orte umfas­sen. +

Zur Lit­ur­gie gehö­ren die viel­fäl­ti­gen Diens­te, die von Frau­en und Män­nern wahr­ge­nom­men wer­den. Eine Gemein­de kann sich auf die­se Wei­se mehr und mehr als Trä­ge­rin ihres Got­tes­diens­tes ver­ste­hen +

Um zu ver­ste­hen, dass die Lit­ur­gie immer schon die Gestalt und die Aus­stat­tung des Kir­chen­raums geprägt hat, reicht es, sich in die Epo­che der Lit­ur­gi­schen Bewe­gung sowie der Lit­ur­gie­re­form des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils zurück­zu­ver­set­zen. +

„Das ist ein sehr schö­nes Gebet. Woher haben Sie das?“, wur­de ich bei der Vor­be­rei­tung eines öku­me­ni­schen Got­tes­diens­tes gefragt. Mei­ne Ant­wort rief ehr­li­ches Erstau­nen her­vor: „Aus unse­rem Mess­buch.“ +

DEUTSCHES LITURGISCHES INSTITUT
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