Zeitschrift Gottesdienst

An wen rich­tet sich GOTTESDIENST? Was bie­tet die Zeit­schrift? Wie oft erscheint sie? Wer gibt sie her­aus? Wer berät die Redak­ti­on? +

Wie viel kos­tet ein GOT­TES­DIENST-Abo? Wie sieht eine GOT­TES­DIENST-Aus­ga­be aus? Kann ich Pro­be­ex­em­pla­re bestel­len? Wo kann ich GOTTESDIENST abon­nie­ren? Wie lau­ten die biblio­gra­fi­schen Daten? +

Wer arbei­tet in der Redak­ti­on? Wie kann ich sie errei­chen? +

Hier fin­den Sie die Gesamt­re­gis­ter der zurück­lie­gen­den Jahr­gän­ge seit dem Jahr 2000 als PDF-Datei­en zum Her­un­ter­la­den. +

Im Mess­buch heißt es zu den Für­bit­ten: „Sie wer­den vom Pries­ter ein­ge­lei­tet und abge­schlos­sen. Die ein­zel­nen Anlie­gen kön­nen vom Dia­kon, Lek­tor, Kan­tor oder ande­ren vor­ge­tra­gen wer­den.“ Oft­mals wer­den Ein­lei­tung und Schluss aber von den Fürbittensprecher/innen selbst gespro­chen. Das ist zwei­fel­los „prak­tisch“ und der Pries­ter gibt Ver­ant­wor­tung an Lai­en ab. Was kann dar­an schon falsch sein? +

Nach fast einem hal­ben Jahr­hun­dert soll­te über­legt wer­den, ob nicht dem „gro­ßen“ Stun­den­buch – immer­hin drei dicke Bän­de und 16 Lek­tio­nar­fas­zi­kel! – eine Ver­schlan­kung gut­tun wür­de, damit alle Bete­rin­nen und Beter einen leich­te­ren Zugang auch zur Voll­form die­ser täg­li­chen Fei­er des Pascha­mys­te­ri­ums fin­den kön­nen. +

Die Digi­ta­li­sie­rung macht auch vor der Kir­chen­tür nicht Halt. Nir­gend­wo wird dies deut­li­cher als bei Trau­got­tes­diens­ten, an denen längst nicht nur die im Kir­chen­raum Anwe­sen­den par­ti­zi­pie­ren. Der Grund sind vor allem Smart­pho­nes, die jeder Gast bei sich trägt und deren Kame­ra­funk­ti­on meist auch ganz selbst­ver­ständ­lich genutzt wird. +

„Ich wün­sche Ihnen und mir einen schö­nen Sonn­tag“, sagt der Pries­ter am Ende der sonn­täg­li­chen Eucha­ris­tie­fei­er. Nett von ihm! Aber wäre nicht im andäch­ti­gen Spre­chen des Segens die­ser Wunsch auch sogar noch pas­sen­der? Schließ­lich ist ja Gott der eigent­li­che Gast­ge­ber der Fei­er. +

„Was uns die Erde Gutes spen­det …“, das bekann­te Lied zur Gaben­be­rei­tung, hat ins­ge­samt drei Stro­phen. Nicht sel­ten wer­den aber davon nur zwei oder sogar nur eine gesun­gen. Das zeugt von einer gewis­sen lit­ur­gie­wis­sen­schaft­li­chen Kom­pe­tenz. Als Mitfeiernde/r ist es aller­dings äußerst stö­rend, wenn man zuerst auf den Weg gebracht wird, sich inner­lich dar­auf ein­ge­las­sen hat und anschlie­ßend abrupt gestoppt wird. +

Eine Grup­pe haupt­amt­li­cher pas­to­ra­ler Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter berei­tet einen Got­tes­dienst vor: Das Gesamt­kon­zept wird fest­ge­legt, Tex­te und Lie­der dis­ku­tiert, deren theo­lo­gi­sche Impli­ka­tio­nen erör­tert, ein­zel­ne Satz­kon­struk­tio­nen und Aus­drü­cke unter die Lupe genom­men. Ein Aspekt kommt lei­der nicht zur Spra­che: ob die Höre­rin­nen und Hörer über­haupt eine Chan­ce haben, den Inhalt nach ein­ma­li­gem Hören zu erfas­sen. +

Bei dem im Leit­ar­ti­kel erwähn­ten öku­me­ni­schen Kir­chen­zen­trum im Frei­bur­ger Stadt­teil Rie­sel­feld han­delt es sich um einen bemer­kens­wer­ten Bau, der exem­pla­risch auf­zeigt, wie christ­li­ches Leben im 21. Jahr­hun­dert aus­se­hen kann. Die Archi­tek­tin Susan­ne Gross ver­wirk­lich­te hier unter dem Leit­ge­dan­ken „Zwei Kir­chen – Eine Kir­che“ einen Bau, der katho­li­sche und evan­ge­li­sche Chris­tin­nen und Chris­ten unter einem Dach ver­eint. +

Dass vie­le Got­tes­diens­te nahe­zu „jugend­frei“ statt­fin­den, also fast ganz oder völ­lig ohne Jugend­li­che, ist nicht nur aus lit­ur­gie­theo­lo­gi­scher Sicht als defi­zi­tär ein­zu­stu­fen – schließ­lich ist das gesam­te Volk Got­tes, Jung und Alt, Trä­ger der Lit­ur­gie. Mehr noch: Die Teil­nah­me von Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen wür­de auch erheb­lich zur Qua­li­täts­si­che­rung got­tes­dienst­li­chen Fei­erns bei­tra­gen. +

Immer wie­der begeg­net man in ein­zel­nen Kir­chen­ge­bäu­den Lek­tio­nar-Bän­den, die in durch­sich­ti­ger Plas­tik­fo­lie ein­ge­fasst oder in einen meist wein­ro­ten Leder­ein­band ein­ge­schla­gen sind. Die­ses Phä­no­men macht selbst vor den neu­en Lek­tio­nar-Bän­den nicht halt. Was steckt dahin­ter? +

Dass Lit­ur­gie und Cari­tas, Got­tes­dienst und täti­ge Nächs­ten­lie­be aufs Engs­te zusam­men­ge­hö­ren, ja sogar zwei Sei­ten der­sel­ben Medail­le bil­den, zeigt unser Leit­ar­ti­kel zu Got­tes­diens­ten mit Demenz­kran­ken in beson­de­rer Wei­se. Aber auch im ganz „nor­ma­len“ Got­tes­dienst mit der Gemein­de kommt die­ser Zusam­men­hang von Lit­ur­gie und Dia­ko­nie zum Aus­druck. +

In wel­chem Kon­text haben Sie zuletzt die Pra­xis der Hand­auf­le­gung erfah­ren? Die meis­ten Leu­te wer­den dabei wohl kaum an eine lit­ur­gi­sche Fei­er den­ken. +

In die­ser und der letz­ten Aus­ga­be unse­rer Zeit­schrift erfolg­te eine Kurz­vor­stel­lung der neu­en Lese­ord­nung, die in der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land in Kraft gesetzt wor­den ist. Die Ände­run­gen sind im Ver­gleich zur Vor­gän­ger­ver­si­on von 1978 zwar mode­rat, den­noch gibt es bemer­kens­wer­te Neue­run­gen, die auch katho­li­scher­seits auf­hor­chen las­sen soll­ten. Es ist span­nend, die­se Ver­än­de­run­gen im Detail zu betrach­ten. +

In ihrer Aus­ga­be vom 14. Mai 1969 stell­te unse­re Zeit­schrift eini­ge „Kon­tu­ren des neu­en Meß­bu­ches“ vor (vgl. Gd 9/1969, S. 65–67): Erst weni­ge Tage zuvor hat­te Papst Paul VI. das im Geist der Lit­ur­gie­kon­sti­tu­ti­on erneu­er­te Mis­sa­le Roma­num offi­zi­ell ange­kün­digt. Ist das nicht 50 Jah­re spä­ter ein Grund zum Fei­ern? +

Wer den Dienst ehren­amt­li­cher Begräb­nis­lei­te­rin­nen und -lei­ter als rei­nen Ersatz­dienst ver­steht, der aus der Not her­aus gebo­ren wur­de, um den Man­gel an haupt­amt­li­chen Seel­sor­gern aus­zu­glei­chen, liegt völ­lig falsch. Viel­mehr muss ein Bewusst­sein dafür ent­ste­hen, dass die­ser Dienst eine Kern­auf­ga­be jeder christ­li­chen Gemein­de zum Aus­druck bringt. +

Es waren zwei lan­ge, aber ein­drück­li­che Lesun­gen am 3. Sonn­tag im Jah­res­kreis. Die Lek­to­rin trug den Text lang­sam, ver­ständ­lich und pro­non­ciert vor, sodass man als Zuhö­rer ihren Wor­ten gut fol­gen konn­te. Man merk­te, dass sie ver­stand, was sie da vor­las. Offen­bar hat­te sie sich nicht erst fünf Minu­ten vor der Fei­er auf die Lesun­gen vor­be­rei­tet. +

Auch wenn wir mit kei­ner empi­ri­schen Stu­die zur Ver­brei­tung und Pfle­ge des Ant­wort­psalms im deut­schen Sprach­ge­biet auf­war­ten kön­nen, kann man doch fest­hal­ten: Wo sich der Psal­men­ge­sang ein­mal erfolg­reich eta­bliert hat, ist er heu­te nicht mehr weg­zu­den­ken, denn er passt zum Bedürf­nis heu­ti­ger Men­schen nach indi­vi­du­el­ler Anspra­che und Inner­lich­keit. +

„Die ‚Pre­digt‛ eines Kin­des in der Kir­che ist schö­ner als die eines Pries­ters, eines Bischofs und des Paps­tes“, bemerk­te Papst Fran­zis­kus und lös­te damit eine klei­ne Dis­kus­si­on über die Daseins­be­rech­ti­gung von wei­nen­den Kin­dern im Sonn­tags­got­tes­dienst aus. Für den Hei­li­gen Vater ist klar: Lau­te Kin­der sind einer andäch­ti­gen Atmo­sphä­re vor­zu­zie­hen. +

In den kom­men­den zwei Mona­ten wer­den sich unzäh­li­ge für die Got­tes­dienst­ge­stal­tung Ver­ant­wort­li­che größ­te Mühe geben, die zen­tra­len Fei­ern der Hei­li­gen Woche so vor­zu­be­rei­ten, dass die Teil­neh­men­den davon wirk­lich ergrif­fen wer­den. +

War­um hat der Ant­wort­psalm einen der­art schwe­ren Stand in der got­tes­dienst­li­chen Pra­xis? Ein Grund ist sicher­lich, dass vie­le Chris­tin­nen und Chris­ten – Pries­ter ein­ge­schlos­sen – ganz all­ge­mein theo­lo­gi­sche Zugangs­schwie­rig­kei­ten zur alt­tes­ta­ment­li­chen Lite­ra­tur haben. +

Manch­mal scheint der Wort­got­tes­dienst der Mess­fei­er eher ein „Got­tes­dienst mit Wor­ten“ statt ein „Dienst am Wort Got­tes“ zu sein. Statt Gott zu Wort kom­men zu las­sen, gewin­nen eige­ne Gedan­ken und Wor­te ein Eigen­ge­wicht. Leicht wird ver­ges­sen, dass im Got­tes­dienst nicht Reden gehal­ten, son­dern Ant-Wort gege­ben wer­den soll. +

Zum Ende des Jah­res lag uns der ers­te voll­stän­di­ge Jahr­gang von „Got­tes­dienst“ nach der Über­ar­bei­tung des redak­tio­nel­len Kon­zepts und der Erneue­rung des Lay­outs vor. +

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