Liturgisches Jahrbuch

Wel­ches Ziel ver­folgt das Lit­ur­gi­sche Jahr­buch? +

Wie viel kos­tet ein Abon­ne­ment des Lit­ur­gi­schen Jahr­buchs? Woher kann ich es bezie­hen? Wie lau­ten die biblio­gra­fi­schen Daten? +

Wer arbei­tet in der Redak­ti­on des Lit­ur­gi­schen Jahr­buchs? Wie kann ich die Redak­ti­on errei­chen? +

Den neu­en Jahr­gang des Lit­ur­gi­schen Jahr­buchs eröff­net ein Rück­blick auf das ver­gan­ge­ne Jahr des Refor­ma­ti­ons­ju­bi­lä­ums. Dane­ben greift Prof. Dr. Andre­as Oden­thal einen Ansatz auf, der die ritu­el­le Dimen­si­on der Lit­ur­gie als »sym­bo­li­sche Erfah­rung« beschreibt. Der drit­te Bei­trag schließ­lich geht auf die Inno­va­ti­on des deutsch­spra­chi­gen Kin­der­t­auf­ri­tua­les (2007) ein, das die Fei­er der Kin­der­tau­fe in zwei Stu­fen ermög­licht. +

Aus­nahms­wei­se bezieht sich die­ses Edi­to­ri­al ein­mal auf das Impres­sum, in dem ein Wech­sel ansteht. Auf eige­nen Wunsch schei­det Dr. Edu­ard Nagel mit dem Ende des 67. Jahr­gangs aus der Redak­ti­on des Lit­ur­gi­schen Jahr­buchs aus. Damit wird sei­ne bei­na­he vier Jahr­zehn­te  dau­ern­de Ver­bun­den­heit mit unse­rer Zeit­schrift zwar nicht enden, wohl aber aus der akti­ven Ver­ant­wor­tung in die auch wei­ter­hin wohl­wol­len­de und zugleich kri­ti­sche Beglei­tung eines »nor­ma­len« Lesers über­ge­hen. +

Seit gerau­mer Zeit erwar­te­te man ein römi­sches Doku­ment, das zu den restrik­ti­ven Nor­men in der Instruk­ti­on »Lit­ur­gi­am authen­ti­cam« (28. März 2001), die die Über­set­zung der lit­ur­gi­schen Bücher in die Volks­spra­chen regelt, Stel­lung nimmt. Im Hin­ter­grund stan­den zahl­rei­che Pro­ble­me mit den nach den Kri­te­ri­en der Instruk­ti­on erar­bei­te­ten Mess­bü­chern, vor allem im gro­ßen eng­lisch­spra­chi­gen Bereich. +

Die vor­lie­gen­de Aus­ga­be des Lit­ur­gi­schen Jahr­buchs bie­tet drei Bei­trä­ge, die in ihrer Unter­schied­lich­keit hin­sicht­lich The­ma, Metho­dik und erkennt­nis­lei­ten­dem Inter­es­se einen gewis­sen Ein­druck von der Band­brei­te heu­ti­ger Lit­ur­gie­wis­sen­schaft ver­mit­teln. +

Es lag nahe, anläss­lich des Refor­ma­ti­ons­ge­denk­jah­res das ers­te Heft die­ses Jahr­gangs bewusst öku­me­nisch zu gestal­ten und dafür den Fokus auf die got­tes­dienst­li­che Ver­kün­di­gung als ein wesent­li­ches Grund­ele­ment christ­li­cher Lit­ur­gie zu rich­ten. Drei Theo­lo­gen, ein Exeget und zwei Lit­ur­gie­wis­sen­schaft­ler, neh­men aus je ihrem Blick­win­kel dazu Stel­lung. +

Mit einem Fest­akt am 7. Novem­ber 2016 wur­de unter der Teil­nah­me zahl­rei­cher Gäs­te sowie der Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter des Deut­schen Lit­ur­gi­schen Insti­tuts des­sen lang­jäh­ri­ger Lei­ter, Prä­lat Dr. Eber­hard Amon, vom Ers­ten Vor­sit­zen­den des Deut­schen Lit­ur­gi­schen Insti­tuts e.V., Bischof Dr. Ste­phan Acker­mann (Trier), ver­ab­schie­det. Zugleich erfolg­te die Ein­füh­rung sei­nes Nach­fol­gers, des Esse­ner Diö­ze­san­pries­ters Dr. Mari­us Lin­nen­born. Dies ist auch für das Lit­ur­gi­sche Jahr­buch ein wich­ti­ger Ein­schnitt. +

Als im Juli 2016 die Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz mit­teil­te, dass im ver­gan­ge­nen Jahr 181.925 Katho­li­ken aus der Kir­che aus­ge­tre­ten sei­en, attes­tier­te der Frei­bur­ger Reli­gi­ons­so­zio­lo­ge Micha­el Ebertz Katho­li­ken wie Pro­tes­tan­ten ein mas­si­ves Nach­wuchs­pro­blem. +

Die kla­re und unmiss­ver­ständ­li­che Auf­wer­tung der Hei­li­gen Schrift in der Lit­ur­gie, wie sie Sacro­sanc­tum Con­ci­li­um und die nach­fol­gen­den Doku­men­te vor­nahm, bleibt eine bestän­di­ge Her­aus­for­de­rung für die Theo­lo­gie und Pra­xis des Got­tes­diens­tes. Das zeigt sich ein­mal mehr an den Bei­trä­gen des vor­lie­gen­den Hef­tes, die auf je ihre Wei­se die Rol­le der Schrift in der Lit­ur­gie reflek­tie­ren und aus unter­schied­li­chen Blick­win­keln nach Kon­se­quen­zen für die Gestalt der got­tes­dienst­li­chen Fei­ern fra­gen. +

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