122Zeitschrift Gottesdienst
Ausgabe 17/2017

Inhalt

  • Leit­ar­ti­kel: Bestär­kung der Tau­fe. Zum Ver­ständ­nis und zur Gestalt der Fei­er der Fir­mung
  • Hos­tie ist nicht gleich Hos­tie. Zu einem neu­en Rund­brief zur Mate­rie von Brot und Wein
  • Glau­ben, hof­fen und sich seh­nen. Ein neu­es Kir­chen­lied zu Ehren Bru­der Klaus’
  • Für­bit­ten­vor­schlä­ge für den 30. Sonn­tag im Jah­res­kreis (A) und für das Hoch­fest Aller­hei­li­gen

 

Editorial 17/2017

 

Lie­be Lese­rin­nen und Leser,

ein Rund­brief der Got­tes­dienst­kon­gre­ga­ti­on an die Bischö­fe der Welt­kir­che über die kor­rek­te mate­ri­el­le Beschaf­fen­heit von Brot und Wein in der Mess­fei­er (vgl. S. 136 und 137 in die­ser Gd-Aus­ga­be) hat ein star­kes Medi­en­echo erfah­ren. War­um eigent­lich? Schließ­lich bie­tet der Brief nichts Neu­es, was nicht ohne­hin schon kir­chen- und lit­ur­gie­recht­lich geklärt und fest­ge­schrie­ben wäre.
Ein Som­mer­loch­the­ma also? Es stimmt, dass wir im deutsch­spra­chi­gen Raum kaum Pro­ble­me damit haben, gül­ti­ge Mate­rie für die Eucha­ris­tie­fei­er zu beschaf­fen: Wir haben Hos­ti­en­bä­cke­rei­en, meist alt­ehr­wür­di­ge Klos­ter­un­ter­neh­men, die mit den kirch­li­chen Vor­ga­ben bes­tens ver­traut sind. Unse­re regio­na­len Wei­ne unter­lie­gen stren­gen staat­li­chen Kon­trol­len, die eine Bei­mi­schung von Fremd­stof­fen, das „Pan­schen“, nahe­zu unmög­lich machen und sogar alte Mess­wein­ver­ord­nun­gen obso­let wer­den las­sen.
Im Aus­land zeigt sich dage­gen ein ande­res Bild: In Super­märk­ten sind längst Obla­ten aus Kar­tof­fel- und Mais­stär­ke gän­gi­ger. Was in Hos­ti­en mit dem Eti­kett „Made in Chi­na“, die schnell und vor allem unschlag­bar güns­tig über das Inter­net zu bezie­hen sind, an Bestand­tei­len ent­hal­ten ist, ist für den Ver­brau­cher über­haupt nicht durch­schau­bar. Auch Wein in Pul­ver­form oder „Hos­ti­en to go“, d. h. Plas­tik­schäl­chen, die jeweils einen Schluck Trau­ben­saft und im Deckel ein­ge­schweißt eine Hos­tie ent­hal­ten, gibt es. Letzt­lich wer­fen auch die Ver­wen­dung von Gen­tech­nik in der Land­wirt­schaft oder Krank­hei­ten wie Zölia­kie neue Fra­gen auf.
Es ist daher nur zu begrü­ßen, dass die Got­tes­dienst­kon­gre­ga­ti­on in dem genann­ten Rund­brief bestehen­de Vor­ga­ben über­sicht­lich zusam­men­fasst und gleich­zei­tig anmahnt.

Ihr
Unterschrift Uder

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