172Zeitschrift Gottesdienst
Ausgabe 5/2019

Inhalt
  • Leit­ar­ti­kel: Wo Kin­der Kir­che erle­ben. Die Kin­der­kir­che St. Peter in Bot­trop
  • Scho­nungs­lo­ser Blick. Früh- bzw. Spät­schicht in der Fas­ten­zeit zum Lied „Mei­ne engen Gren­zen“
  • Für­bit­ten­vor­schlä­ge für den 5. Sonn­tag der Fas­ten­zeit (C) und Palm­sonn­tag (C)
  • Ein­füh­run­gen zu den Schrift­le­sun­gen: Ver­kün­di­gung des Herrn bis Oster­nacht
  • Der Ort für das Wort Got­tes. Zur Funk­ti­on und Bedeu­tung des Ambos – Teil 2

 

Editorial 5/2019

 

Lie­be Lese­rin­nen und Leser,

„Die ‚Pre­digt‛ eines Kin­des in der Kir­che ist schö­ner als die eines Pries­ters, eines Bischofs und des Paps­tes“, bemerk­te Papst Fran­zis­kus vor drei Jah­ren und lös­te damit eine klei­ne Dis­kus­si­on über die Daseins­be­rech­ti­gung von wei­nen­den Kin­dern im Sonn­tags­got­tes­dienst aus. Für den Hei­li­gen Vater ist klar: Lau­te Kin­der sind einer andäch­ti­gen Atmo­sphä­re vor­zu­zie­hen. Es sei nor­mal, dass Kin­der wein­ten, Lärm mach­ten und „mal hier- und mal dort­hin“ gin­gen.
Man kann Fran­zis­kus nur zustim­men: Kin­der und ihre Eltern sol­len sich auch abseits der klas­si­schen Kin­der- und Fami­li­en­got­tes­diens­te in der Lit­ur­gie behei­ma­tet füh­len, denn sie bil­den die Zukunft der Kir­che. Den­noch: Fak­tisch ist ein Kir­chen­schiff kein Spiel­platz zum Her­um­ren­nen und eine Kir­chen­bank kein Klet­ter­ge­rüst. Wenn Gottesdienstteilnehmer/innen sich von toben­den Kin­dern gestört füh­len, ist das durch­aus berech­tigt.
Gleich­zei­tig soll­te sich jedes enga­gier­te Gemein­de­mit­glied fra­gen, was sie oder er über­haupt tut, um Kin­der (und ihre Eltern) will­kom­men zu hei­ßen. Manch­mal genügt es schon, eine Ecke oder eine Sei­ten­ka­pel­le der Kir­che mit kind­ge­rech­ten Ele­men­ten, Spiel­sa­chen, Büchern und Möbeln aus­zu­stat­ten – als Rück­zugs­ort für die Klei­nen und Kleins­ten, um sich spie­le­risch zu beschäf­ti­gen und den Eltern die Mög­lich­keit zu geben, den Got­tes­dienst mit­zu­fei­ern.

Ihr
Unterschrift Uder

DEUTSCHES LITURGISCHES INSTITUT
Weberbach 72 a, D-54290 Trier, Telefon: +49-651-94808-0
Fax: +49-651-94808-33, eMail: dli@liturgie.de