136Zeitschrift Gottesdienst
Ausgabe 9/2017

Inhalt

  • Leit­ar­ti­kel: „Tan­zen, ja tan­zen wol­len wir und sprin­gen“. Ein­drü­cke vom Eröff­nungs­got­tes­dienst der MISE­RE­OR-Akti­on 2017 in Trier
  • Kei­ne Lob­re­de. Zur Homi­lie bei Bestat­tun­gen
  • Geschich­te wird zum Auf­trag. Öku­me­ni­scher Buß- und Ver­söh­nungs­got­tes­dienst in Hil­des­heim
  • Für­bit­ten­vor­schlä­ge für den Pfingst­sonn­tag – Mes­se am Tag (A) und den Pfingst­mon­tag (A)

 

Editorial 9/2017

 

Lie­be Lese­rin­nen und Leser,

mit einem fest­li­chen, teil­wei­se auf­se­hen­er­re­gen­den Got­tes­dienst ist am 1. Sonn­tag der Qua­dra­gesi­ma im Trie­rer Dom die Fas­ten­ak­ti­on von MISEREOR eröff­net wor­den. Wie in jedem Jahr stellt das bischöf­li­che Hilfs­werk, wie vie­le ande­re auch, Mate­ria­li­en mit lit­ur­gi­schen Bau­stei­nen bereit, um sei­nem Anlie­gen, in die­sem Fall die Ver­bes­se­rung der Lebens­be­din­gun­gen der Men­schen in Bur­ki­na Faso, am 5. Sonn­tag der Fas­ten­zeit auch im Gemein­de­got­tes­dienst Gehör zu ver­schaf­fen.
Der „MISE­RE­OR-Sonn­tag“ gehört damit zu den soge­nann­ten „Anlie­gen­sonn­ta­gen“ (auch „Zweck­sonn­ta­ge“ genannt), an denen kirch­li­che Insti­tu­tio­nen und Hilfs­wer­ke mit ihren Anlie­gen (Mis­si­on, Migra­ti­on, Hun­ger, Sport usw.) vie­le Men­schen errei­chen möch­ten und kön­nen. Da die betref­fen­den Anlie­gen für die Sen­dung der Kir­che und für die Gesell­schaft all­ge­mein wich­tig sind, ist das berech­tigt. Aller­dings ist dabei immer zu beden­ken, dass jeder Got­tes­dienst und spe­zi­ell die sonn­täg­li­che Eucha­ris­tie­fei­er einen eige­nen Wert besitzt, der kei­nem die­ser Anlie­gen unter­zu­ord­nen ist. Got­tes­dienst ist immer eine Fei­er der Gegen­wart Got­tes und kei­ne Infor­ma­ti­ons- oder Wer­be­ver­an­stal­tung.
In der Mess­fei­er kön­nen dar­um sol­che Anlie­gen im Eröff­nungs­wort, in der Homi­lie, in den Für­bit­ten und gege­be­nen­falls in einem Hin­weis auf die Zweck­be­stim­mung der Kol­lek­te behut­sam berück­sich­tigt wer­den. Die Inhal­te der Lesun­gen und der eigent­li­che Sinn der eucha­ris­ti­schen Ver­samm­lung dür­fen nicht ver­lo­ren gehen. Wenn das Her­ren­jahr von den Gläu­bi­gen wahr­haft im All­tag gelebt wird, kom­men die Nöte und Anlie­gen der Men­schen ohne­hin zu ihrem Recht.

Ihr
Unterschrift Uder

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