100„Meine“ „alte“ „neue“ Katholische Kirche

Eine Absolventin der „ersten Stunde“ berichtet

 

Mei­ne Aus­gangs­si­tua­ti­on: von zuhau­se aus urka­tho­lisch; getreu unse­rer Kir­che zu leben seit eige­ner Bewusst­seins­bil­dung (Wider­stand im Nazi­re­gime); aus Schutt und Asche end­lich frei leben; kein Pro­blem mit den latei­ni­schen Mess­tex­ten: eins mit den Katho­li­ken in der Welt!

Im Stu­di­um: Chris­tus Sie­ger! Im Her­zen Mis­si­ons­ge­dan­ken, Medi­zin­stu­di­um, Kon­tak­te mit dem spä­te­ren Kar­di­nal Volk (Müns­ter, Mainz), mit Prof. Dr. Gla­zik (Müns­ter-Hil­trup), mit dem „Speck­pa­ter“ auf Müns­ters Dom­platz, dicht gedrängt! U. a.: Immer wie­der Auf­bruch und Stär­kung des Glau­bens in der Stu­den­ten­ge­mein­de (Müns­ter) – Jah­re spä­ter in der Aka­de­mi­ker­seel­sor­ge Stutt­gart der über­zeu­gen­de Prä­lat Hanssler: kla­re Wor­te zum Leben aus dem Evan­ge­li­um, aus den Hl. Schrif­ten und tra­dier­ten Über­lie­fe­rung der einen Kir­che des Herrn.

Es kam zu einer tie­fen Glau­bens­er­schüt­te­rung für mich, als nach dem Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil in mei­ner Gemein­de St. Micha­el in Stutt­gart-Sil­len­buch Augus­ti­ner­mön­che einen deutsch­spra­chi­gen Got­tes­dienst zusam­men-bas­tel­ten, gemein­sam mit Lai­en, auch aus pro­tes­tan­ti­schen Gemein­den. Da war ich sprach­los und konn­te nicht mehr mit­fei­ern! Ich woll­te die Geist­li­chen nicht zu unrecht zu „ver-be-urtei­len“. Da wur­de ich 1985 zum Glück auf das Lit­ur­gi­sche Insti­tut auf­merk­sam (über „Com­mu­nio“ oder „L’Osservatore Roma­no“ oder „Christ­li­cher Osten“) und mel­de­te mich zum ers­ten Kurs (Ein­stieg 1. April 1985) an. Ich atme­te auf im Lit­ur­gie-Fern­stu­di­um: Ja, das ist „mei­ne“ „alte“ „neue“ Katho­li­sche Kir­che mei­nes jahr­zehn­te­lan­gen Glau­bens und Suchens und im ver­tief­ten Glau­ben Erken­nen der Wahr­heit: Chris­tus Jesus. Bis 2010 nahm ich regel­mä­ßig immer noch jedes Jahr an Stu­di­en­wo­chen­en­den teil und kehr­te jedes Mal rei­cher heim und freu­te mich an vie­len Teilnehmer/innen und sehr guten, kennt­nis­rei­chen Kursleiter/innen.

Wegen der feh­len­den Beglei­tung durch den Gemein­de­pfar­rer habe ich LITURGIE IM FERNKURS nicht mit einer Prü­fung abge­schlos­sen, aber ich brauch­te sie auch nicht. Ich habe den Kom­mu­ni­on­vor­be­rei­tungs­kurs unse­res Soh­nes gelei­tet und ihn auf die Fir­mung vor­be­rei­tet. Dann habe ich eini­ge Jah­re zusam­men mit einer Schul­di­rek­to­rin (mit Hebrai­kum) einen Bibel­kreis gelei­tet und schließ­lich wur­de ich Lek­to­rin in unse­ren Senio­ren­got­tes­diens­ten.

 

Dr. med. Mar­lies Knorpp-Weyand
Absol­ven­tin von LITURGIE IM FERNKURS im ers­ten Kurs

DEUTSCHES LITURGISCHES INSTITUT
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