3Vorformulierte Gebete

© Deutsches Liturgisches Institut

© Deut­sches Lit­ur­gi­sches Insti­tut

 

Gemein­sam beten kann man auch gut mit vor­for­mu­lier­ten Gebe­ten. Mor­gen- und Abend- sowie Tisch­ge­be­te z. B. fin­den sich in zahl­rei­chen im Han­del erhält­li­chen Kin­der-Gebet-Büchern oder auf Gebets­wür­feln. Auch Gebe­te für Kin­der­got­tes­diens­te fin­den sich (in recht unter­schied­li­cher Qua­li­tät) in ein­schlä­gi­gen Publi­ka­tio­nen. Das Got­tes­lob ent­hält unter der Num­mer 14 einen klei­nen Abschnitt „Beten mit Kin­der“, der auch Segens­for­meln ein­schließt, mit denen Eltern ihre Kin­der seg­nen kön­nen. Tisch­ge­be­te fin­den sich unter der Num­mer 12. Wei­te­re gute Tex­te, die man so ver­wen­den bzw. umfor­mu­lie­ren kann, bie­ten GL 11–22.

Zu den vor­for­mu­lier­ten Gebe­ten gehö­ren auch die Grund­ge­be­te der Kir­che, die sprach­lich zwar nicht unbe­dingt kind­ge­mäß sind, dafür aber sehr deut­lich die Zuge­hö­rig­keit zur Gemein­schaft der Kir­che, zur Gemein­schaft der Got­tes­dienst fei­ern­den Gemein­de, zum Aus­druck brin­gen (GL 3). Bestimm­te Gebe­te sind für uns Chris­ten so wich­tig, dass ihr Wort­laut fest­ge­schrie­ben ist und ganz vie­le Men­schen sehr oft damit beten. Sol­che Gebe­te sind das „Vater­un­ser“, das Jesus selbst schon gebe­tet und sei­nen Jün­gern wei­ter­ge­ge­ben hat, und die Psal­men, die in der Bibel ste­hen und die in unse­ren Got­tes­diens­ten vor­kom­men. Es lohnt sich auf jeden Fall, mit Kin­dern das Vater­un­ser zu beten oder mal ein „Gegrü­ßet seist du, Maria“ oder  einen Psalm (GL 30–80 oder in einer kind­ge­mä­ßen Über­set­zung) oder – mit grö­ße­ren Kin­dern – gemein­sam das Glau­bens­be­kennt­nis zu spre­chen.

Gut mit Kin­dern las­sen sich auch ein­fa­che Wech­sel­ge­be­te und Lita­nei­en beten, bei denen ein/e Vorbeter/in einen Satz spricht (z. B. einen Lob­preis Got­tes oder eine Bit­te) und alle mit einem gesun­ge­nen oder gespro­che­nen Kehr­vers ant­wor­ten. Ein ein­fa­ches Modell ist fol­gen­des:

V: Gott, du hast die Welt erschaf­fen. –
Wir loben dich // A: Wir prei­sen dich.

V: Du lässt die Blu­men wach­sen, die Bäu­me und das Gras. –
Wir loben dich. // A: Wir prei­sen dich.

V: Du hast auch die Tie­re geschaf­fen, die uns Freu­de machen und uns Nah­rung geben. –
Wir loben dich. // A: Wir prei­sen dich.

V: Du hast die Men­schen gemacht, auch uns; und du hältst uns am Leben. –
Wir loben dich. // A: Wir prei­sen dich.

Statt „V: Wir loben dich. // A: Wir prei­sen dich“ kann auch ein ein­fa­cher Hal­le­lu­ja-Ruf vor- und nach­ge­sun­gen wer­den.

Wei­te­re Lita­nei­en fin­den sich GL 556–569 und 619,1-2. Nach einem sol­chen Sche­ma las­sen sich auch gut Bit­ten und Für­bit­ten for­mu­lie­ren.

DEUTSCHES LITURGISCHES INSTITUT
Weberbach 72 a, D-54290 Trier, Telefon: +49-651-94808-0
Fax: +49-651-94808-33, eMail: dli@liturgie.de