Tagzeitenliturgie (Stundengebet)

aus der All­ge­mei­nen Ein­füh­rung in das Stun­den­ge­bet:

Das öffent­li­che und gemein­sa­me Gebet des Vol­kes Got­tes gilt mit Recht als eine der Haupt­auf­ga­ben der Kir­che. Von Anfang an hiel­ten dar­um die Getauf­ten „an der Leh­re der Apos­tel fest und an der Gemein­schaft, am Bre­chen des Bro­tes und an den Gebe­ten“ (Apg. 2,42). Die Apos­tel­ge­schich­te bezeugt an meh­re­ren Stel­len das ein­mü­ti­ge Beten der Christengemeinde1.

Urkirch­li­che Quel­len bezeu­gen, daß auch die ein­zel­nen Gläu­bi­gen bestimm­te Stun­den dem Gebet wid­me­ten. Bald wur­de es in ver­schie­de­nen Gemein­den üblich, beson­de­re Stun­den für das gemein­sa­me Gebet zu bestim­men, so die letz­te Stun­de des Tages, wenn es Abend wur­de und man das Licht anzün­de­te, oder die ers­te, wenn das her­auf­däm­mern­de Tages­licht die Nacht been­de­te.

Im Lau­fe der Zeit wur­den auch ver­schie­de­ne ande­re Stun­den durch gemein­sa­mes Gebet gehei­ligt, auf die nach Auf­fas­sung der Väter die Apos­tel­ge­schich­te hin­weist. Denn dort fin­det man die Jün­ger zur drit­ten Stun­de versammelt2. Der Apos­tel­fürst „stieg auf das Dach, um zu beten; es war um die sechs­te Stun­de“ (10,9). „Petrus und Johan­nes gin­gen um die neun­te Stun­de zum Gebet in den Tem­pel hin­auf“ (3,1). „Um Mit­ter­nacht bete­ten Pau­lus und Silas und san­gen Lob­lie­der“ (16,25).

 

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