16Zur Situation

In der Lit­ur­gie wur­de immer die Gegen­wart Jesu Chris­ti im Wort gefei­ert. Man sprach von dem zwei­fa­chen Tisch, dem Tisch des Wor­tes und dem Tisch des Lei­bes Chris­ti (vgl. DV 21, PO 18). Der hei­li­ge Augus­ti­nus bezeich­ne­te das Wort als hör­ba­res Sakra­ment. Zu ihrer vol­len Bedeu­tung gelang­te die­se Über­zeu­gung frei­lich erst in neue­rer Zeit. Anre­gun­gen durch die refor­ma­to­ri­schen Kir­chen und kirch­li­chen Gemein­schaf­ten tru­gen mit dazu bei. Das II. Vati­ka­ni­sche Kon­zil brach­te die Über­zeu­gung von der Bedeu­tung des Wor­tes Got­tes klar zum Aus­druck (vgl. LG 9; DV 1-10; 21-26; AG 9, 15).“ (Katho­li­scher Erwach­se­nen­ka­te­chis­mus, Bd. 1, 311) 

Die Mes­se am Sonn­tag ist der Höhe­punkt des Lebens einer christ­li­chen Gemein­de. Wenn aber weni­ger Pries­ter zur Ver­fü­gung ste­hen, um mit den Gemein­den die Eucha­ris­tie zu fei­ern, stellt das in einer wach­sen­den Zahl von Gemein­den den Sonn­tags­got­tes­dienst selbst in Fra­ge. 

Ist die Teil­nah­me an einer ande­ren Mess­fei­er nicht mög­lich, so soll die Pfarr­ge­mein­de am Sonn­tag zu einer Wort-Got­tes-Fei­er zusam­men­kom­men, um die Gegen­wart des Herrn in sei­nem Wort zu fei­ern – ein­ge­denk des Her­ren­wor­tes: „Denn wo zwei oder drei in mei­nem Namen ver­sam­melt sind, da bin ich mit­ten unter ihnen“ (Mt 18,20). 

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